Beschlossen: Kohleausstieg bis 2038
Was wird aus dem Kraftwerk in Bergkamen-Heil?

Das Steinkohlekraftwerk in Bergkamen. Fotos (2): Hans-Jürgen Smula
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  • Das Steinkohlekraftwerk in Bergkamen. Fotos (2): Hans-Jürgen Smula
  • hochgeladen von Anja Jungvogel

Der Kohleausstieg bis spätestens 2038 betrifft auch den Kreis Unna. In NRW richtet sich der Blick zwar vor allem auf die Braunkohleregion im Rheinischen. Doch auch in Bergkamen (1), Lünen (2), und Werne (1) stehen immerhin vier Steinkohlekraftwerke.
Landrat Makiolla hat deshalb bei der letzten Bürgermeisterkonferenz das weitere Handeln gegenüber der Landesregierung verabredet.
So wird ein Schreiben an Ministerpräsident Armin Laschet verfasst. Darin soll die Lage vor Ort geschildert, die Erwartung finanzieller Hilfen unterstrichen und eine Einladung an Ministerpräsident Laschet in den Kreis Unna zu einem "Kraftwerks-Dialog" ausgesprochen werden.
"Wir haben nach dem Rückzug des Steinkohlebergbaus erfolgreich den Strukturwandel eingeleitet. Das Abschalten der Kraftwerke stellt uns vor eine neuerliche wirtschaftliche und soziale Herausforderung, denn wir müssen erneut den Wegfall von Arbeitsplätzen und damit von regionaler Wirtschaftskraft abfedern", erklären die vier betroffenen Bürgermeister gemeinschaftlich.

Wegfall von Arbeitsplätzen

Landrat Makiolla macht gleichzeitig deutlich: "Wir sind auf den Ausstieg vorbereitet. Wir wollen die Standorte der Steinkohlekraftwerke aufbereiten und soweit wie möglich als Gewerbeflächen vermarkten. Dafür brauchen wir aber den Schulterschluss mit Bund und Land, verbindliche Zeitfenster, also Planungssicherheit und eine angemessene Finanzausstattung."
Laut des Regionalverbands sind die Flächen des schon abgeschalteten Werks in Lünen und der Kraftwerksstandort Bergkamen-Heil bereits als Kooperationsflächen für eine Folgenutzung eingeplant.

Neue Gewerbeflächen

Mittelfristig könnte der Kohleausstieg ein weiterer Baustein im gelingenden Strukturwandel werden: "Die Umnutzung und Bereitstellung der Flächen behebt den Mangel an Gewerbeflächen in unserer Region. Sie wird damit konkurrenzfähiger, denn wir bekommen den dringend gesuchten Platz für Unternehmenserweiterungen, für Neuansiedlungen und damit für neue Arbeitsplätze", meint Makiolla.

Das Steinkohlekraftwerk in Bergkamen. Fotos (2): Hans-Jürgen Smula
Foto: Hans-Jürgen Smula

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