Mehrere Großeinsätze im Kreis Unna, Hamm und Dortmund (MIT UPDATES UND VIDEO)
Panik wegen weißem Pulver

Weißes Pulver in einem Kuvert, adressiert an das Katharinen Hospital in Unna, sorgte für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Den Einsatzkräften sieht man die Erleichterung an, als einer der Gefahrenstoff-Spezialisten aus Dortmund (links im Foto) Entwarnung gibt.
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  • Weißes Pulver in einem Kuvert, adressiert an das Katharinen Hospital in Unna, sorgte für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Den Einsatzkräften sieht man die Erleichterung an, als einer der Gefahrenstoff-Spezialisten aus Dortmund (links im Foto) Entwarnung gibt.
  • Foto: Nina Sikora
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+++UPDATE:
In einem Geschäft in Dortmund-Marten wurde ein weiterer Umschlag mit einem weißen Pulver gefunden. 55 Einsatzkräfte nahem sich der Situation an. Diesmal stellte sich das Pulver als Vitamin C heraus.+++

+++UPDATE:
Mehr zum Vorfall bei Ikea in Kamen lesen Sie HIER!+++

+++UPDATE: Viele erinnert das Geschehen an einen Vorfall im Jobcenter Unna vor zwei Jahren - Mehr dazu lesen Sie HIER!+++

Großeinsatz am vergangenem Montag am Katharinen Hospital Unna. Überall rund um das Krankenhaus standen dutzende Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr. Der Grund: eine verdächtige Sendung mit weißem Pulver wurde gemeldet. Mittlerweile sind mehrer weitere Fälle bekannt geworden.

von Nina Sikora

Seit dem Vormittag war am Montag, 8. April, ein Großaufgebot an Einsatzkräften in Unna am Katharinen Hospital im Einsatz. Angestellte des Krankenhauses hatten weißes Pulver in einem an das Hospital adressierten Brief entdeckt. Zwei Mitarbeiter des Krankenhauses öffneten das Kuvert, in dem sich das Pulver befand. Insgesamt acht Personen kamen mit dem Brief in Kontakt. Ob der Inhalt toxisch oder sogar radioaktiv verseucht war - unklar. Zu diesem Zeitpunkt mussten jedoch alle Beteiligten vom Schlimmsten ausgehen. Deshalb startete man das volle Programm: Großaufgebot der Feuerwehr, Hygiene-Maßnahmen für die eventuell Kontaminierten und Absperrung des Gefahrenbereichs. Im Zuge der Maßnahmen wurde die Analytische Task Force (ATF) aus Dortmund angefordert. In diesem Moment wurde klar: Unna ist kein Einzelfall.

Umschlag mit weißem Pulver

Im Rathaus Werne war man zur selben Zeit mit fast dem selben Problem beschäftigt. Auch hier wurde ein Umschlag mit weißem Pulver entdeckt. Die Spezialkräfte des ATF waren zunächst dort gebunden. In Unna hieß es deshalb: warten. "Es läuft immer sehr, sehr viel im Hintergrund bei solchen Sachen", erklärt Hans Martin Berg von der Feuerwehr Unna. Man habe Fotos des angeblichen Gefahrenstoffs an die Dortmunder Kollegen gesendet, damit diese sich ein Bild von der Lage vor Ort machen konnten. Gegen Mittag ein erstes Aufatmen, denn das Pulver in Werne wurde als wahrscheinlich harmlos eingestuft - ähnliches erwartete man nun auch in Unna. Dennoch kam auch hier die Spezialeinheit zum Einsatz, um auf Nummer sicher zu gehen.
Die Sendung mit dem verdächtigen Pulver in einem wiederverschließbaren Kunststoffbeutel wurde bis zum eintreffen der Analytiker in eine Tüte verpackt. Am Nachmittag kam dann die ATF und kurz drauf die Entwarnung: Vom Pulver geht, aller Wahrscheinlichkeit nach, keine Gefahr aus. "Die Dortmunder Kollegen waren jetzt auch sehr schnell da und sind auch sehr schnell zu einem Ergebnis gekommen, aufgrund der Vorerfahrung in Werne", erklärte Stadtsprecher Oliver Böer. Aufatmen bei den acht Personen, darunter zwei Feuerwehrmänner und ein Polizist, die mit dem Umschlag in Berührung kamen.

40 Einsatzkräfte vor Ort

Der Einsatz der Feuerwehr war etwa um 13.30 Uhr beendet. Zunächst 40, später 35 Einsatzkräfte waren vor Ort. Der Betrieb des Krankenhauses konnte trotz des Vorfalls über die gesamte Einsatzdauer so gut wie ungehindert weiterlaufen. "Lediglich die Verwaltung war eingeschränkt", so der Geschäftsführer des Krankenhauses Christian Larisch.

Weitere Päckchen aufgetaucht

Vermutlich handelt es sich bei dem weißem Pulver nur um ungefährliches Backpulver. Noch während des Einsatzes in Unna wurde ein weiteres Päckchen mit Pulver in Fröndenberg gemeldet. Dort tauchte die panikmachende Post im Justizvollzugskrankenhaus auf. Einen Tag später, am Dienstag, 9. April, kam auch bei der Polizei in der Bezirksdienstaußenstelle in Fröndenberg ein Brief mit weißem Pulver an und Ikea-Mitarbeiter in Kamen entdeckten ebenfalls einen Umschlag mit weißem Pulver in der Post. In Hamm wurde bei der Agentur für Arbeit ein Briefumschlag mit Pulver am Dienstagnachmittag entdeckt.

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