Ein tierischer Mitarbeiter
Wer bellt denn da im Altenheim?

Angela Gryczan, Leiterin des Sozialen Dienstes, mit ihrem Hund Xanto vor dem Johanniterheim in Velbert. Einmal die Woche kommt der fünf Monate alte Rüde mit in die Einrichtung und wird dort von den Bewohnern herzlich empfangen.
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  • Angela Gryczan, Leiterin des Sozialen Dienstes, mit ihrem Hund Xanto vor dem Johanniterheim in Velbert. Einmal die Woche kommt der fünf Monate alte Rüde mit in die Einrichtung und wird dort von den Bewohnern herzlich empfangen.
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Xanto ist mit seinen fünf Monaten ein richtiger Wirbelwind. Die Italienische Dogge (Cane Corso Italiano) hält nicht nur Frauchen Angela Gryczan auf Trapp, sondern bringt auch Schwung ins Johanniterheim.

Denn als Leiterin des Sozialen Dienstes der Einrichtung an der Cranachstraße 58 weiß Angela Gryczan ganz genau, welch positiver Effekt der Kontakt mit Hunden für die Senioren haben kann. "Es ist nicht nur eine schöne, tierische Abwechslung und ein netter Besuch, viele Bewohner hatten früher selber Haustiere und freuen sich daher, wenn sie an diese Zeit erinnert werden." Und so ist es nicht verwunderlich, dass das Gruppenangebot mit Hund Xanto von den Frauen und Männern gut angenommen wird.

Jede Woche ist ein anderer Wohnbereich dran. Die Interessierten haben dann die Möglichkeit, zwischen 30 und 45 Minuten mitzuerleben, wie Xanto Platz und Sitz macht, wie er das Pfötchen gibt, wie er Frauchen die Socken auszieht oder die Wäsche von der Leine nimmt. "Ja, neben den üblichen Befehlen, haben wir auch schon das eine oder andere Kunststück eingeübt", sagt Gryczan, die den Rüden vor den Senioren auch gerne flink um und durch ihre Beine laufen lässt. "Noch geht das, weil er nicht ausgewachsen ist. In ein paar Monaten wird er wohl zu groß dafür sein."

Unterstützung gibt es durch die Züchterin

Die Hundeschule, zu der Angela Gryczan regelmäßig mit ihrem Liebling geht, wird von der Hunde-Züchterin betrieben, bei der Xanto zur Welt gekommen ist. "Sie hilft mir dabei, Xanto auf seine Aufgaben im Heim vorzubereiten." So weiß das verspielte Tier inzwischen, dass es immer "zur Arbeit" muss, wenn es sein grünes Halstuch mit Namensschriftzug umgelegt bekommt. "Ach Gottchen, siehst du heute wieder hübsch aus", wird er dann auch gerne von seinen "Kollegen" sowie den Bewohnern begrüßt. Die Streicheleinheiten geniest er, außerdem gibt es im Laufe der Gruppenstunde viele Le­cker­lis, die er sich schmecken lässt. "Er ist noch klein, also achte ich darauf, dass es nicht zu viele Eindrücke sind, die auf ihn einprasseln", sagt Angela Gryczan. Aber natürlich dürfe ihn jeder der teilnehmenden Bewohner einmal streicheln oder ihn zum Platz machen auffordern.

Training mit dem Rollator

Auch ein gezieltes Training am Rollator hat es schon gegeben. "Gemeinsam mit einer Bewohnerin, die eine solche Gehhilfe benötigt, waren wir mehrmals spazieren", informiert die stellvertretende Einrichtungsleiterin. "Xanto sollte lernen, ruhig nebenher zu laufen." Das habe sehr gut geklappt - zur Belohnung gab es natürlich ein paar Leckerlis.
Neben dem Spaß, kommt bei dem tierischen Angebot im Johanniterheim das kognitive Training nicht zu kurz: Wer hat sich gemerkt, was für eine Rasse Xanto ist? Wie alt ist er noch einmal? Was ist Xantos Lieblingsfarbe? - Mit solchen Fragen fordert Angela Gryczan die Teilnehmer auf, sich zu erinnern. Darüber hinaus wird in der geselligen Runde gerne eine Anekdote aus Kindertagen erzählt. So berichtete eine der Seniorinnen, die inzwischen im Rollstuhl sitzt, wie sie und ihr Bruder einst selber Kunststücke mit ihrem Vierbeiner einstudiert haben. "Manchmal haben wir ihn auch mit in unser Bett geholt. Wenn wir von unserer Mutter dabei erwischt wurden, gab es Ärger", erzählt sie und alle beginnen herzlich zu lachen.

Das neue Familienmitglied in der Velberter Einrichtung förderte zusätzlich die Kreativität einiger Bewohner. "Wir haben aus alten T-Shirts Zerr-Spielzeuge für Hunde geknotet." Daran kann sich nicht nur Xanto erfreuen, ein Teil wurde an das Tierheim gespendet.

Autor:

Maren Menke aus Velbert

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