Frauenwirtschaft beim Seniorencafé des Roten Kreuzes

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Omas Rezepte: Sie werden in vielen Gastronomien als Verkaufsargument bemüht, um Erinnerungen an die Kindheit in Umsatz umzumünzen. Das Rotkreuz-Seniorencafé in Wattenscheid hat solche Tricks nicht nötig – dort arbeitet auch Großmutter Ursula Jarosch noch mit. Auch ihre Rezepte finden freilich immer noch Verwendung, weil sie auch von Ulrike Schindler und Doris Schmitz sie zu sündhaft köstlichen Kuchen verarbeiten. Serviert wird das Ganze oftmals von Hanne Beil. Diese Frauenwirtschaft, ganz wörtlich verstanden, ist das Herzstück des traditionellen Seniorencafés“.

Seit einigen Jahren führt Ursula Jarosch das Senioren-Cafe beim Roten Kreuz. Einmal im Monat binden sie und ihre Mitstreiterinnen ihre Schürzen um. Die schützen nicht nur vor Flecken, sie sind ein Symbol für gemeinschaftliche, ehrenamtliche Tätigkeit zu Gunsten des DRK.

Abwechslungsreiches Kuchenbuffet zum kleinen Preis

Damit das Angebot nie langweilig wird, sprechen sich die Damen von Seniorencafe ab, wer welche Leckerei mitbringt. "Mit den Früchten richten wir uns nach den Jahreszeiten", sagt Doris Schmitz, "im Herbst gibt´s oft Apfelkuchen, zu Fasching Schmalzgebäck. Mal backen wir drei, mal vier Kuchen und manchmal auch Waffeln." Die Rezepte sind zumeist einige Generationen alt. Ursula Jarosch backt die frischen Waffeln zum Beispiel so, "wie wir das beim Roten Kreuz schon ganz viele Jahre machen". Die haben mittlerweile Kultstatus bei den Wattenscheidern. Das Rezept behält sie aber für sich.

Spaß am ehrenamtlichen Engagement

Mit viel Liebe investieren die Rotkreuz-Damen ihre Zeit, diesen Nachmittag zu einem schönen Erlebnis werden zu lassen. "Meinen Entschluss, hier im Seniorencafe einmal im Monat weiter ehrenamtlich zu arbeiten, habe ich bisher noch nie bereut", sagt Ursula Jarosch. „Es ist immer wieder schön, alte Bekannte zu treffen und ihnen eine schöne Zeit bereiten zu können." Wenn Stammgäste die langjährige Rotkreuzlerin fragen, wann sie denn in „Rente“ gehen wolle, wiegelt sie nur ab: „Vielleicht wenn ich 90 bin“, sagt sie dann und verschwindet wieder in der Küche, um das Tablett mit dem nächsten leckeren Kuchen aufzutischen.

Dass es hier nun einen Ort gibt, an dem der Alltag für ein paar Stunden in Vergessenheit gerät, hat sich auch unter Wattenscheids Senioren herumgesprochen. Die ehrenamtlichen Rotkreuzlerinnen werden auch diesmal wieder gut vorbereitet, um eine ganze Reihe interessierter Senioren begrüßen zu können: „Wir rechnen mit etwa 30-40 Personen, denen wir einen vergnüglichen Nachmittag bereiten wollen. Und eines ist schon jetzt sicher: Hier geht niemandem der Gesprächsstoff aus – das ist schön anzusehen!“ Neue Besucher sind deshalb immer willkommen.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 11.November.2016, im großen Saal der DRK-Kreisgeschäftsstelle an der Voedestr. 53 statt und startet um 15 Uhr; Ende ist gegen 17 Uhr.

Autor:

Christian Lange aus Wattenscheid

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