Waldsterben - Klima - Umwelt
Felderbachtal in der Elfringhauser Schweiz

Foto: ©Rainer Bresslein
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Gestern haben wir nach Monaten mal wieder einen Streifzug durch das Felderbachtal in Hattingen unternommen und waren sehr über den Kahlschlag längs der rege frequentierten Wanderwege überrascht.
Eine Maßnahme, die allerdings unvermeidbar war, denn zu sehr hatten Trockenheit und der Borkenkäfer die Widerstandskraft der Bäume so geschwächt, dass insbesondere die Fichten nicht mehr zu retten waren. Der Regen der vergangenen Wochen konnte die Situation auch nicht mehr entspannen und letztendlich stellten auch sehr viele Bäume durch abgebrochene und teilweise auf die Wege gefallene Äste eine Gefahr für die Besucher dar.

Die Fichte wird den Kampf gegen den Borkenkäfer ohne zusätzliche Vorsorge- und Schutzmaßnahmen vielfach nicht schaffen. Die Trockenheit setzt den Bäumen so extrem zu, dass die Abwehrkräfte vieler Fichten gegen null tendieren. So zeigten befallene Fichten teilweise überhaupt keinen Harzfluss mehr, mit dem der Baum einen Käferangriff bei ausreichender Wasserversorgung ansonsten abwehren kann.

Derzeit einzige wirkungsvolle Bekämpfung sind die Methoden der "sauberen Wirtschaft". Dabei ist wichtig, dass befallene Bäume möglichst frühzeitig erkannt werden (z.B. an heraus rieselndem Bohrmehl) und von Borkenkäfern befallene Bäume schnellstmöglich geschlagen werden bevor die Käfer wieder ausfliegen und neuen Befall verursachen. Außerdem muss das Holz aus dem Wald schnell und zügig abgefahren werden.

Für die Zukunft kann es nur heißen weg von den Monokulturen und hin zu den Mischwäldern.
Mischwälder gelten als stabiler, sowohl gegen den Borkenkäfer, der ja nur Fichten befällt, wie auch gegen das zunehmend wärmere Klima. Man setzt auch schon seit Jahrzehnten darauf. Aber es dauert eben auch Jahrzehnte, bis man mehr Mischwälder sieht, weil Bäume nun mal langsam wachsen.
Zusätzlich gibt es Versuche mit Baumarten aus wärmeren Gebieten, zum Beispiel Tannen aus dem Balkan oder Atlas- oder Libanonzeder, Esskastanien und andere. Aber das dauert auch viele Jahre, bis diese wachsen und bis man sieht, ob es wirklich etwas bringt in unseren Regionen.

Alle Handyfotos: ©Rainer Bresslein

Autor:

Rainer Bresslein aus Wattenscheid

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