DRK-Kreisverband Wattenscheid e.V.
Seit 120 Jahren unter der Fahne des Roten Kreuzes in Wattenscheid aktiv!

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DRK-Kreisverband wird 120 Jahre alt

Seit dem 9. Juni 1902 bereits wird in Wattenscheid unter dem weltweit bekannten Symbol des Roten Kreuzes gearbeitet. Entstanden auf Initiative von Henry Dunant, als Reaktion auf die Schrecken der Schlacht von Solferino in Norditalien ( 1859 ), wollte das Rote Kreuz verwundeten und kranken Soldaten Hilfe leisten.

1863 gründeten sich erste nationale Verbände. Auch in Deutschland, das zu dieser Zeit noch aus vielen unabhängigen Einzelstaaten bestand, wurden erste Vereine ins Leben gerufen. Es entstanden, oft unter Schirmherrschaft prominenter örtlicher Persönlichkeiten, Männer- und Frauenvereine.

„Die Gründung der Rotkreuzbewegung in unserer Stadt ist dabei auf den örtlichen Bergbau zurückzuführen. Bergwerksdirektoren und Bergmänner haben sich damals für die Gründung des Roten Kreuzes in Wattenscheid stark gemacht. Ein Beispiel hierfür sind der Vaterländische Frauenverein Wattenscheid oder die Sanitätskolonne Höntrop, den Vorläufern unseres heutigen Kreisverbandes“,
erklärt Ralf Frede, der aktuell an einer Chronik des DRK-Verbandes arbeitet. „Während die Männervereine in Friedenszeiten mit ihren Sanitätskolonnen bald auch bei größeren Unfällen und Katastrophen zum Einsatz kamen und sogenannte „Unfallwachen“ gründeten – darin sehen wir den Beginn des heutigen Rettungswesens –, entwickelten die Frauenvereine eine rege Tätigkeit in den
Bereichen der Fürsorge und der Gesundheitsvorsorge.“

Im Laufe der Zeit haben sich die Schwerpunkte der Rotkreuzarbeit verändert und weiterentwickelt – so auch in Wattenscheid. Heute leisten rund 25 Frauen und Männer als hauptamtliche oder Honorar-Kräfte und 140 Ehrenamtliche beim DRK-Kreisverband Wattenscheid eine vielfältige Arbeit – sei es unter anderem im Behindertenfahrdienst, im Sanitätsdienst bei zahlreichen Veranstaltungen
innerhalb und außerhalb Wattenscheids, im Betreuungsdienst, in den mobilen sozialen Diensten oder dem Menüservice, in der Blutspende und der Ausbildung in Erster Hilfe, in der Hilfe zur Migration und Integration, der Senioren- und Sozialarbeit, im Jugendrotkreuz, der Kleiderkammer des Roten Kreuzes, der Obdachlosenhilfe mit dem eigenen Kältebus sowie im Katastrophenschutz bei Großschadenseinsätzen oder Evakuierungen.

„Bei alledem gelten die Grundsätze des Roten Kreuzes: Wir arbeiten dafür, menschliches Leiden überall und jederzeit zu verhüten und zu lindern. Wir sind unparteilich und unterscheiden nicht nach Nationalität, Rasse, Religion, sozialer Stellung oder politischer Überzeugung“, erklärt Wattenscheids DRK-Präsident Thorsten Junker.

Die Idee der Menschlichkeit und der unparteilichen und neutralen Hilfe bestimmt die Tätigkeit des DRK-Kreisverbandes Wattenscheid, lokal vor Ort und zugleich als Teil der größten humanitären Rotkreuz-Organisation, die auf der ganzen Welt menschliches Leiden abzuwenden und zu lindern sucht. So sind in 189 Ländern der Erde Millionen ehrenamtliche Helfer und Mitglieder sowie Hunderttausende hauptberufliche Mitarbeiter im Einsatz.

„Manchmal verbinden sich globale Konflikte und lokale Arbeit: In der Flüchtlingskrise 2015 haben auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit großem persönlichem Einsatz geholfen, die Schutzsuchenden nach ihrer Ankunft in Wattenscheid unterzubringen und zu versorgen“, so Thorsten Junker. „Gleiches gilt sicher auch für Aktivitäten während der Corona-Pandemie in den letzten beiden Jahren vor Ort oder den Einsätzen bei der Flutkatastrophe 2021 in NRW und Rheinland-Pfalz. Auch unsere Rotkreuzler aus Wattenscheid haben dabei Herausragendes geleistet.“

Diese Leistungen der Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes in Wattenscheid in  jüngerer Vergangenheit zeigen, wie wichtig die Arbeit des Roten Kreuzes auch nach 120 Jahren vor Ort ist. „Diese Arbeit ist uns Ansporn und Verpflichtung zugleich, um auch in Zukunft für die Menschen in unserer Stadt und darüber hinaus da zu sein, Leid zu verhüten und zu lindern. Wir sind auch nach 120 Jahren weiterhin im Einsatz für die Menschen“, erklärt Ralf Frede motiviert.

Am kommenden Wochenende wird der Kreisverband sich auch bei WAT605 präsentieren und mit einem Black Out in der Kiste vertreten sein. Bei der Aktion können die Besucher*innen nicht nur das Ehrenamt im Katastrophenschutz live in Aktion erleben, sondern auch beim „BLACKOUT-Quiz“ an sieben Stationen in der BLACK BOX prüfen, wie es um ihre Selbsthilfekompetenzen bestellt ist. Mit hilfreichen „Black-Check-Karten“ können Besucher ihr Wissen in Sachen Kommunikation, Mobilität, Wasser, Kühlen, Wärmen, Licht und Geld bei einem Stromausfall spielend erweitern. Auch derlei Aktionen gehören zur Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes in Wattenscheid.

Autor:

Karl - Heinz Lehnertz aus Wattenscheid

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