Autohaus in Arnsberg-Bruchhausen nach Brand schwer beschädigt

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Bruchhausen. Im Gewerbegebiet Westring bei Arnsberg-Bruchhausen ist es am frühen Morgen des 19. Januar zu einem Großbrand in einem Autohaus gekommen.

Um 05:47 Uhr alarmierte die Feuerwehr-Leitstelle in Meschede die Hauptwache der Feuerwehr der Stadt Arnsberg, die Löschzüge Arnsberg, Bruchhausen, Hüsten und Neheim, die Löschgruppen aus Breitenbruch, Niedereimer und Wennigloh sowie den Fernmeldedienst. Mehrere Anrufer hatten Feuerschein aus dem Autohaus gemeldet. Zur Absicherung der Einsatzkräfte wurde zusätzlich der Rettungsdienst zum Einsatzort entsendet, der im Einsatzverlauf durch das Deutsche Rote Kreuz abgelöst wurde.

Die erste Erkundung vor Ort ergab einen ausgedehnten Brand im Bereich des Reifenlagers und der Werkstatt, der auf Büroräume übergriff, die in einem Zwischengeschoss über dem Brandherd lagen. Umgehend wurde von mehreren Seiten ein massiver Löschangriff von innen und außen mit zahlreichen Einsatztrupps unter Atemschutz sowie über eine Drehleiter eingeleitet. Um den Brand der Reifen wirksam bekämpfen zu können, setzte die Feuerwehr Löschschaum ein. Zudem wurde eine sog. Riegelstellung aufgebaut, um angrenzende Gebäude gegen ein Übergreifen des Brandes zu schützen. Die Einsatzleitung teilte die Einsatzstelle in die drei Einsatzabschnitte Arnsberger Straße, Westring und Wasserversorgung auf, um die Löscharbeiten so effektiv wie möglich zu gestalten.

Das ebenfalls alarmierte Deutsche Rote Kreuz (DRK) war mit insgesamt vier Fahrzeugen vor Ort. Die Helferinnen und Helfer übernahmen die sanitätsdienstliche Sicherung der Einsatzstelle und bauten zudem für die ausgekühlten Einsatzkräfte ein beheiztes Schnelleinsatz-Zelt auf, in dem diese sich aufwärmen konnten. Außerdem versorgte das DRK die Wehrleute mit Heißgetränken. Die Polizei sperrte zur Sicherung der Einsatzstelle die Arnsberger Straße und den Westring gegen den fließenden Verkehr. Auf Grund der tiefen Temperaturen von bis zu acht Grad minus wurde der Winterdienst der Stadt Arnsberg zur Brandstelle beordert, um dem gefrierenden Löschwasser mit Salz zu Leibe zu rücken.

Gegen 07:30 Uhr konnte "Feuer unter Kontrolle" gemeldet werden. Die weitere Brandbekämpfung wurde dadurch erschwert, dass der von dem Brandgeschehen unmittelbar betroffene Gebäudeteil einsturzgefährdet war und dort daher kein Innenangriff mehr durchgeführt werden konnte. Mit mehreren Hochleistungslüftern wurde das Gebäude vom Brandrauch befreit. Die vom Brandgeschehen in Mitleidenschaft gezogene Dachhaut wurde auf verbliebene Brandnester kontrolliert und hinsichtlich einer etwaigen erneuten Rauchentwicklung beobachtet. Eine Gefährdung der Bevölkerung durch die senkrecht in den dunklen Morgenhimmel abziehende Rauchsäule bestand zu keiner Zeit.

Im Einsatzverlauf stürzte ein Feuerwehrmann und wurde vom Rettungsdienst zur Kontrolle vorsorglich ins Krankenhaus transportiert.

Die Feuerwehr war in der Hochphase des Großeinsatzes mit 23 Fahrzeugen und rund 150 Einsatzkräften vor Ort. Für den Großteil der eingesetzten Einheiten war der Einsatz gegen 10:00 Uhr, also nach gut vier Stunden, beendet. Bei der abschließenden Lagebesprechung vor Ort wurde festgelegt, dass eine Brandwache sowie das Deutsche Rote Kreuz mit dem beheizten Zelt noch bis zum späten Nachmittag an der Einsatzstelle verbleiben, um im Falle des Auftretens neuer Brandnester jederzeit schnell eingreifen zu können.

Zur Brandursache und der Schadenshöhe können zum Berichtszeitpunkt keine Angaben gemacht werden. Die Kriminalpolizei hat die diesbezüglichen Ermittlungen aufgenommen.

Autor:

Peter Krämer aus Arnsberg

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