Zukunft der Arbeit: DGB lädt zur Kundgebung am 1. Mai ein

Sie laden am Tag der Arbeit zur DGB-Kundgebung ein (v.l.): Udo Behrenspöhler, Tina Meyer, Mark Rosendahl und Jürgen Schulte.
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  • hochgeladen von Vera Demuth

„Vielfalt, Gerechtigkeit, Solidarität“ lautet das Motto der diesjährigen Maikundgebung des DGB-Ortsverbands Castrop-Rauxel am Dienstag (1. Mai). „Dann wollen wir richtig Druck machen“, kündigt Udo Behrenspöhler, Schriftführer des Ortsverbands, an. Im Mittelpunkt steht die Zukunft der Arbeit.

Zwar habe die neue Regierung im Koalitionsvertrag dazu einiges geschrieben, „aber das reicht uns nicht“, so Behrenspöhler. „Der DGB und die Einzelgewerkschaften haben einen anderen Anspruch.“ Einiges müsse ihrer Ansicht nach besser geregelt werden. Dies betrifft zum Beispiel Unternehmen, die den Mindestlohn umgehen, indem sie ihre Mitarbeiter zum Teil mit Gutscheinen bezahlen.
Auch bei der Leiharbeit fordern die Gewerkschafter ein Umdenken von der Regierung. „Dazu steht im Koalitionsvertrag gar nichts drin“, sagt Mark Rosendahl, Geschäftsführer der DGB-Region Emscher-Lippe. Künftig solle sie wieder nur eingesetzt werden, um Auftragsspitzen abzufangen, „so wie es ursprünglich geregelt war“, erklärt Rosendahl.
Ebenfalls sprechen sich die DGBler gegen die sachgrundlose Befristung aus. „Die braucht keiner“, sagt Tina Meyer, Mitglied im DGB-Ortsverband. „Deshalb erwarten wir vom Arbeitsminister, dass er ein Gesetz auf den Weg bringt, das sie ausschließt“, ergänzt Behrenspöhler.

Langzeitarbeitslose

Um etwas gegen die verfestigte Arbeitslosigkeit von Langzeitarbeitslosen zu tun, will der DGB, dass der soziale Arbeitsmarkt umgesetzt wird. „Im Moment sind wir dabei, zwischen Kreis, Städten und Verbänden abzustimmen, welche Anforderungen wir an den sozialen Arbeitsmarkt haben“, so Rosendahl. Wie im Koalitionsvertrag festgehalten, sollen vier Milliarden Euro investiert werden, um 150.000 Menschen für fünf Jahre zu beschäftigen. „Das ist schon mal ein guter Anfang“, so Jürgen Schulte, stellvertretender Vorsitzender des Ortsverbands. „Im Kreis geht es um circa 2.000 Leute, die in das Programm kommen können“, weiß Rosendahl.

Treffen am Ickerner Knoten

Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, treffen sich die Teilnehmer der Kundgebung wie üblich um 10 Uhr am AWO-Seniorenzentrum am Ickerner Knoten. Von dort gehen sie um 10.30 Uhr unter der musikalischen Begleitung durch Buena Vista Rio zum Ickerner Markt, wo es ab 11 Uhr neben einem Grußwort von Bürgermeister Rajko Kravanja eine Rede von Sascha Brüggemann von der IG Bau Dortmund geben wird. Für Musik sorgt hier das Songtrio Unerhört.
Anschließend findet ein Kinder- und Familienprogramm mit Hüpfburg, Rollenrutsche, Infoständen verschiedener demokratischer Parteien, darunter SPD, Linke, Grüne und Die Partei, sowie Speisen und Getränken statt.

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