"Aktion Biotonne Deutschland": EUV informiert über das Thema
Was gehört in den braunen Behälter?

Bioabfälle machen im Haushalt einen großen Anteil der Abfälle aus. Foto: Möhlmeier

Ob Kartoffelschalen oder Kaffeesatz: Bioabfälle machen im Haushalt einen großen Anteil der Abfälle aus. Sie sind eine wichtige Ressource. Letztlich entsteht daraus Kompost, der als Dünger genutzt werden kann. Umso wichtiger ist es, richtig zu trennen, damit wertvolle Rohstoffe nicht verschwendet werden. Darauf will der EUV Stadtbetrieb im Rahmen der "Aktion Biotonne Deutschland", die noch bis zum 9. Juni läuft, aufmerksam machen.

Weniger Fremdstoffe und zugleich mehr verwertbare Bioabfälle in die braune Tonne, so das Ziel der bundesweiten Aufklärungskampagne.

Wie ist die Entsorgung von Bioabfall in Castrop-Rauxel geregelt?
EUV: Bestellen Bürger eine Restmülltonne, bekommen sie automatisch und ohne Zusatzkosten einen Bioabfallbehälter in gleicher Größe wie die Restmülltonne. Dadurch wird ein hoher Anschlussgrad der Biotonne in Castrop-Rauxel erzielt.
Welche Vorteile ergeben sich für die Bürger durch die Kopplung von Restmüll- und Bioabfallbehälter?
EUV: Die Bürger sparen, da die braune Tonne nicht extra bezahlt werden muss. Zudem reduziert sich durch die Abfalltrennung das Volumen im Restmüllbehälter, kurzum: In der grauen Tonne ist mehr Platz für den Müll, der dort hinein gehört.
Was darf denn in die Biotonne?
EUV: Hinein gehören unter anderem: Gemüse- und Obstreste, Kartoffelschalen, Speisereste, Kaffeesatz, Filtertüten, Teebeutel, Eierschalen und auch Gartenabfälle wie Rasenschnitt und Blumenreste.
Was gehört nicht in den braunen Behälter?
EUV: Asche und Grillkohle, Bauschutt, Verpackungen und Tüten aus Plastik, behandelte Holzreste, Leder, Gummi, Kerzen, Textilien, Hygieneartikel, Tierstreu, kompostierbare Plastiktüten für Bioabfälle, Medikamente und sonstige schadstoffhaltige Abfälle.
Was passiert mit den Bioabfällen? Was wird daraus gewonnen?
EUV: Die Bioabfälle werden in eine Kompostieranlage gebracht. Dort werden die nicht kompostierbaren Teile – häufig Plastiktüten und Kaffeepads – herausgefiltert. Der Abfall wird dort vorbehandelt, aufgeschichtet, im Prozess mehrfach umgesetzt, kontinuierlich mechanisch belüftet. Zugleich wird das Sickerwasser aufgefangen und dem Prozess wieder zugeführt. Schließlich wird der Bioabfall zu hochwertigem Kompost verarbeitet – so kommt er als nährstoffreicher Boden der Natur zugute. Ferner wird aus der gewonnenen Flüssigkeit des Bioabfalls Biogas erzeugt.
Was bedeutet eine ordnungsgemäße Entsorgung von Bioabfällen für die Umwelt?
EUV: Die Bioabfälle gelangen in reiner Form zurück in die Natur. Die Abfälle werden so verwertet, dass am Ende die darin enthaltenen Wertstoffe wieder zur Verfügung stehen und in den Kreislauf einfließen. Es werden Ressourcen geschont.

Deutschlandweit führen Ministerien und Bundesverbände gemeinsam mit Kommunen, Landkreisen und Abfallwirtschaftsbetrieben in den Aktionswochen zwischen dem 18. Mai und dem 9. Juni möglichst viele Aktionen zur Biotonne durch.Der EUV wird in diesem Zeitraum immer wieder rund um den braunen Behälter informieren.

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