Mehrheit stimmt damit für Aus der FAS
Rat der Stadt Dinslaken beschließt zweite Gesamtschule

Schon jetzt sind keine Anmeldung an der Friedrich-Althoff-Schule (FAS) mehr möglich, die Sekundarschule soll im kommenden Jahr auslaufen. In die dann frei werdenden Räume soll die Realschule Hiesfeld ziehen. | Foto: Harald Landgraf
  • Schon jetzt sind keine Anmeldung an der Friedrich-Althoff-Schule (FAS) mehr möglich, die Sekundarschule soll im kommenden Jahr auslaufen. In die dann frei werdenden Räume soll die Realschule Hiesfeld ziehen.
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Mehrheitlich haben sich die Mitglieder des Dinslakener Stadtrates auf der letzten Sitzung im Jahr 2018 für den Vorschlag der Stadtverwaltung zur Entwicklung der hiesigen Schullandschaft ausgesprochen.

Damit ist der Weg geebnet für eine zweite Gesamtschule in Hiesfeld. Gleichzeitig bedeutet die Entscheidung jedoch auch das Aus für die Friedrich-Althoff-Sekundarschule (FAS) und den Umzug der Realschule in die dann frei werdende Einrichtung am Stadtbad 9.
Von einem "massiven Eingriff in das Elternrecht auf freie Schulwahl", spricht Heinrich Wansing, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion. Er empfinde die Entscheidung als "unverantwortlich", ziehe sie doch eine "Zerschlagung der Schullandschaft" mit sich. Gar von einer "Bildungskatastrophe" ist die Rede. Vor allem weil die Fraktion noch immer anzweifele, dass bei einer Sekundarschule zwingend eine Dreizügigkeit vorliegen müsse. Denn wenn nicht, müsste die FAS gar nicht erst geschlossen werden. Ein entsprechender Antrag auf Zweizügigkeit liege zwar vor, sagt Schuldezernentin Christa Jahnke-Horstmann. Dieser sei jedoch noch völlig in der Schwebe; unklar ist, ob er jemals verabschiedet würde und dann auch für den städtischen Raum gelte.

Zweizügigkeit der FAS ist laut Ministerium rechtswidrig

Dass das Schulgesetz seine Gültigkeit habe und somit eine Dreizügigkeit vorausgesetzt würde, hat Ratsmitglied Ronny Schneider (SPD) sogar schriftlich vorliegen. Und auch die Schuldezernentin kann bestätigen, dass das jetzige System nicht tragfähig, ja sogar rechtswidrig sei. Abgesehen davon, macht Malte Kemmerling (Bündbis für Nachhaltige Politik, BNP) noch einmal klar, werde man mit der Entscheidung nur den Wünschen der Eltern gerecht, die eine zweite Gesamtschule forderten. Zu viele Schüler hätten bisher abgewiesen werden müssen, weil die Kapazitäten der einen Gesamtschule erschöpft seien.
Vertreter der Alternativen Wählergemeinschaft Dinslaken (AWG): "Es ist gut, dass jetzt Nägel mit Köpfen gemacht wurden." Nach Monaten der Unsicherheit herrscht nun für Eltern wieder Planungssicherheit. Wobei: Liest man in den sozialen Medien scheint das Thema "Bürgerentscheid" noch immer nicht ganz vom Tisch sein.

Was genau die Entscheidung für vor allem die Eltern bedeutet, lesen Sie hier.

Autor:

Lisa Peltzer aus Oberhausen

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