Dortmunder Polizei warnt vor neuer Betrugs-Masche: Opfer mit einem Taxi zum Tatort gefahren
Betrüger nutzen Namen des Amts-Gerichts Düsseldorf

Die Dortmunder Polizei warnt vor den dreisten Maschen der Berrüger mit "Schock-Anrufen":  Polizei, Justiz oder andere Behörden rufen niemanden an, um die Übergabe von Kautionen zu vereinbaren und sie organisieren auch nicht den Transport über ein Taxi oder auf anderen Wegen.
  • Die Dortmunder Polizei warnt vor den dreisten Maschen der Berrüger mit "Schock-Anrufen": Polizei, Justiz oder andere Behörden rufen niemanden an, um die Übergabe von Kautionen zu vereinbaren und sie organisieren auch nicht den Transport über ein Taxi oder auf anderen Wegen.
  • Foto: Archiv / Klinke
  • hochgeladen von Antje Geiß

 Die Dortmunder Polizei warnt erneut vor den dreisten Methoden von Trickbetrügern, die ihre Opfer mit "Schockanrufen" zu Geldübergaben verleiten. So auch am Mittwoch (21.7.) in der Innenstadt. Zur Geldübergabe kam es knapp 70 Kilometer entfernt in Düsseldorf.

Um 13.30 Uhr rief eine "Frau Meier" - angeblich beschäftigt beim Amtsgericht Düsseldorf - eine 75-jährige Frau aus der Dortmunder Innenstadt an. Die Anruferin gab an, dass die beiden Töchter der Seniorin in einen Unfall verwickelt seien und dabei eine Frau ums Leben gekommen sei. Die Seniorin müsse nun an der Werdener Straße beim Amtsgericht Düsseldorf eine Kaution in Höhe von
75.000 Euro hinterlegen, damit die Töchter aus dem Gefängnis entlassen werden können.

Angeblich Kaution nötig

Die Seniorin gab in dem Telefongespräch an, so viel Geld nicht zu besitzen. Man einigte sich auf die Übergabe eines geringeren Betrags und von Schmuck, darunter Armbänder, zwei Eheringe und Goldketten. Schließlich schickte die angebliche Frau vom Amtsgericht Düsseldorf dem Opfer in Dortmund ein Taxi vorbei, das sie in die Landeshauptstadt fuhr.

Anweisungen per Telefon

Telefonisch erhielt die Seniorin dabei immer wieder neue Anweisungen: Die Kasse des Amtsgerichts Düsseldorf sei geschlossen, erfuhr die Frau am Ziel. Sie solle nun zum Amtsgericht Neuss fahren. Die Frau stieg in ein weiteres Taxi ein, das sie selbst auswählte. Bei einem weiteren Anruf hieß es dann: Die Einzahlung des Geldes sei nun doch in Düsseldorf möglich. Offenkundig wollten die Täter die
Frau immer weiter verwirren, unter Druck setzen und Stress aufbauen. Schließlich ging es darum, dass die Seniorin ihre eigenen Töchter aus dem Gefängnis herausholen sollte.

Übergabe vor Amtsgericht

Am Amtsgericht in Düsseldorf kam es schließlich zur Übergabe des Geldes und des Schmucks. "Frau Meier" nahm die Beute entgegen und gab vor, noch ein Formular zu holen, das unterschrieben werden müsse - jedoch kehrte sie nicht zurück.

Die Tatverdächtige ist 20 bis 25 Jahre alt, 1,60 bis 1,65 Meter groß, schlank und trug glatte braune Haare (zum Pferdeschwanz gebunden). Bekleidung: Beige Hose, schwarze Bluse, schwarze Schultertasche mit zwei Griffen. Sprache: Deutsch ohne Akzent.

Hinweise erbeten

Die Dortmunder Polizei ermittelt und fragt: Wer kann Hinweise auf die Tatverdächtige oder Komplizen geben? Hinweise bitte an die Kriminalwache unter Tel. 0231/132 7441.

Ein konkreter Hinweis zu diesem Fall: Polizei, Justiz oder andere Behörden rufen
niemanden an, um die Übergabe von Kautionen zu vereinbaren und sie organisieren
auch nicht den Transport über ein Taxi oder auf anderen Wegen.

Tipp für Angehörige

Die erneute Bitte insbesondere an Kinder, Enkelkinder und andere Angehörige oder Vertraute von Senioren: Bitte sprechen Sie mit älteren Menschen über die hinterlistige Arbeitsweise von Trickbetrügern. Warnen Sie dabei vor Schockanrufen, mit denen die Täterinnen und Täter ihre Opfer einschüchtern und unter Druck setzen. Wichtiger Tipp: Anrufe dieser Art sofort beenden - also
einfach auflegen und sofort Angehörige und die echte Polizei verständigen.

Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

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