Nur 600 Garagen: Stadt setzt auf Rückgewinnung und Verdichtung sowie PLUS-Parken
Großer Parkdruck im Kreuzviertel

Nicht nur bei BVB-Spielen werden Pkw verkehrswidrig abgestellt und müssen abgeschleppt werden.
  • Nicht nur bei BVB-Spielen werden Pkw verkehrswidrig abgestellt und müssen abgeschleppt werden.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Antje Geiß

Enge Straße, schmale Gehwege, viel Verkehr und zu wenig Parkplätze. Wie die Suche nach legalen Parkplätzen im Kreuzviertel verbessert werden kann, darüber berichtete jetzt die Verwaltung.

Viele, die im Dortmunder Kreuzviertel wohnen, müssen erst ein paar Mal um den Block fahren, bevor sei einen freien Parkplatz finden. Die Zahl der dort zugelassenen Pkw und die am Abend und an Wochenenden dort fahrenden Fahrzeuge übersteigt häufig die Menge der zur Verfügung stehenden, legalen Parkflächen. Hinzu kommen beliebte Kneipen, Restaurants und Cafés sowie Gewerbebetriebe, die ebenfalls zu viel Fahrzeugverkehr im Quartier führen. Diese Gründe führen dazu, dass beim Parken oft gegen die Regeln verstoßen wird. Autos werden auf der Straße, in Kurven und in Einfahrten angestellt. Dies gefährdet Radfahrer und Fußgänger, behindert Rettungskräfte und führt zu vielen Beschwerden.

Keine Bewohnerparkzone

Aufgrund des großen Missverhältnisses von verfügbaren Stellplätzen und Fahrzeugen hatte die Verwaltung schon vor Jahren von einer Bewohnerparkzone „Kreuzviertel“ abgeraten, da das Parkproblem durch die Anwohner erzeugt werde. "Da durch Lizensierung keine neuen Stellplätze entstehen, wird das Problem allein mit diesem Instrument nicht gelöst", so das Argument. Für die Schaffung zusätzlicher Stellplätze im öffentlichen Raum fehle es an Spielräumen und auch für Quartiersgaragen fehlten geeignete Grundstücke.
Doch es gibt zwei Potenziale zur Schaffung zusätzlicher Parkplätze: Zum einen durch die Rückgewinnung bestehender Garagen und zum anderen durch die Verdichtung von Garagen.

Garagen übereinander bauen

Denn bei rund 600 Garagen im Viertel werden rund 120 Plätze ihrer Nutzung entzogen. Zu erwägen sei, die Garagen durch Maßnahmen zurückzugewinnen. Als "Verdichtung" könnten durch Doppelstockparken 150 bis 200 Stellplätze hinzu gewonnen werden. Zusätzlich sollen mit dem Modellvorhaben PULS fürs Kreuzviertel auch Parkplätze an der Westfalenhalle nutzbar gemacht werden. Die Größenordnung ist noch nicht festgelegt.
Mittelfristig können auch kleine Verbesserungen erreicht werden, wenn die Verkehrsüberwachung im Kreuzviertel verstärkt wird. Klar sei, auch durch mehr Kontrollen des Ordnungsamtes werden keine zusätzlichen Parkplätze geschaffen. Doch in allen Ämtern der Verwaltung besteht Einigkeit darin, dass es nicht die eine Lösung zur Lösung des Parkproblems im Quartier gibt.

Bündel von Maßnahmen

"Vorliegend ist vielmehr ein Bündel von Maßnahmen notwendig", so das Fazit der Verwaltungsspitze. Als eher mittel- bis langfristige Lösungen sieht sie die Maßnahmen aus dem Masterplan Mobilität, wie der Ausbau des ÖPNV, Änderung des individuellen Mobilitätsverhaltens und der Nahmobilität.

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