Klimabündnis, Radvereine und Lokalpolitiker einig: Stadt soll mehr Stellen schaffen
Mehr Kontrollen von Falschparkern gefordert

Nicht nur bei Heimspielen des BVB und nicht nur im Kreuzviertel wie hier wird falsch geparkt. Bezirksvertretungen, Radvereine und das Klimabündnis fordern mehr Stellen für die Verkehrsüberwachung.
  • Nicht nur bei Heimspielen des BVB und nicht nur im Kreuzviertel wie hier wird falsch geparkt. Bezirksvertretungen, Radvereine und das Klimabündnis fordern mehr Stellen für die Verkehrsüberwachung.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Antje Geiß

Das Klimabündnis Dortmund unterstützt den Vorstoß mehrerer Bezirksvertretungen, die Verkehrsüberwachung zu verbessern. Die vier Bezirksvertretungen Brackel, Huckarde, Innenstadt Nord und -Ost hatten dem Rat empfohlen, deutlich mehr Stellen zu schaffen. Unterstützung kam auch von den Fahrradverbänden, die darauf hinwiesen, dass falsch parkende Autos nicht nur Fußgänger und Radfahrer, sondern auch andere Autofahrer belasten.
"Dortmund gehört zu den zehn autofreundlichsten Städten auf diesem Planeten", so Friedrich Laker vom Klimabündnis Dortmund. "Das ist keine erfreuliche Auszeichnung, wenn man Klimaschutz und Mobilitätswende ernst nimmt." Bei Bus und Bahn sei Dortmund dagegen weit von der Weltspitze entfernt, und noch schwieriger sei die Lage beim Radverkehr. Dort lande Dortmund in Städteranglisten meist auf einem der letzten Plätze. "Die Gründe dafür sind klar", meint Laker, "die Stadt verspricht viel, kündigt viel an, aber sie handelt zu wenig und verschiebt und vertröstet zu oft." Jüngstes Beispiel sei die Ankündigung, die Mittel für den Radverkehr zu erhöhen - aber erst in ein paar Jahren, nämlich ab 2022.

Verkehrsüberwachugn ausbauen

Eine deutliche Erhöhung der Stellenzahl in der Verkehrsüberwachung sei eine schnelle und einfache Möglichkeit, sofort die Situation für alle Verkehrsteilnehmer zu verbessern. "So könnte die Stadt zeigen, dass sie es ernst meint mit der Gleichberechtigung aller Verkehrsarten und handelt und zwar jetzt", findet Laker. Nach einem mutigen ersten Schritt könne die Stadt das Parkproblem dann mit einem Stufenplan lösen.
"Davon würden alle Formen nachhaltiger Mobilität profitieren", ist sich Sonja Eskowitz vom Klimabündnis Dortmund sicher. Fußgänger müssten nicht mehr auf die Straße ausweichen und kämen sogar mit Kinderwagen durch, Radfahrer würden nicht mehr zum Ausweichen in den Autoverkehr gezwungen, und Bus und Bahn würden seltener hängenbleiben. Und die Stellen würden noch nicht einmal viel kosten, denn durch die Einnahmen finanzierten sie sich überwiegend selbst. Nebenbei würden auch noch Arbeitsplätze geschaffen.

Sicherer durch die Stadt

Sicher durch die Stadt – das wollen alle Dortmunder, glaubt Eskowitz. Viele Autofahrer würden sich über einsehbare Kreuzungen freuen. Die meisten Autofahrer hielten sich an Regeln und ärgerten sich über Falschparker. Zusätzliche Stellen könnten das Miteinander im Verkehr für alle sicherer gestalten.

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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