Insektenhotel und Schilder werten kleinen Körner Park auf, doch Müll und Hundekot stören das Bild erheblich

Klasse: Eingeweiht wurde das von den Körner Uhland-Grundschülern selbst mitgebaute Insekten-Hotel im so genannten Körner Park.
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  • Klasse: Eingeweiht wurde das von den Körner Uhland-Grundschülern selbst mitgebaute Insekten-Hotel im so genannten Körner Park.
  • Foto: Günther Schmitz
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

Ein Hotel für Insekten und Schilder, die über Pflanzen und Tiere hier aufklären, werten den kleinen Park in Körne weiter auf. - Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Trotz allen Engagements des Körner Kultur- und Kunstvereins laden Müll und Hundekot nicht wirklich zum Verweilen im Grün dort ein. Der Ost-Anzeiger fragte nach.

Die Körner Uhland-Grundschüler und Schulleiterin Jutta Portugall freuten sich riesig über „ihr“ neues Insektenhotel (siehe Foto oben) und die neue Beschilderung, die Kindern wie Erwachsenen nun die Tier- und Pflanzenwelt in der kleinen Körner Grünanlage zwischen Hellweg und Heilbronner Straße näher bringt.
Auch Helmut Feldmann, 1. Vorsitzender des Körner Kultur- und Kunstvereins (KKK), war sichtlich stolz, dass sein rühriger Verein dank einer 4000-Euro-Finanzspritze der Dr. Gustav Bauckloh Stiftung jetzt gleich zwei weitere Mosaiksteine zur Aufwertung des Alten Friedhofs Körne setzen konnte.
Was vor ein paar Jahren unter Regie des KKK mit dem restaurierten letzten Grabstein begann, mauserte sich dank neuer Blumenbeete und einiger Bänke, dank neuer Beleuchtung und schmucker Boule-Bahn Grünes Klassenzimmer und Skulpturenpark nicht zu vergessen! zur kleinen Idylle im Schatten des Körner Hellwegs.
Doch die wachsende Aufenthaltsqualität des Körner Parks, wie die KKK-Vertreter die kleine Grünanlage gerne titulieren, lockt auch ungebetene Gäste an: Müll zuhauf findet sich nach den ersten lauen Frühlingsabenden im Umfeld der Bänke und Müllkübel, lässt auf gelungene Open-air-Partys am Vorabend schließen. Morgens, vor der gelegentlichen Reinigung durch den städtischen Eigenbetrieb Stadtgrün, wird‘s besonders offensichtlich.
KKK-Chef Helmut Feldmann klagt: „Ich habe solche Jugendliche schon angesprochen, doch ich bin beschimpft und bedroht worden!“
„Eine kleine Minderheit bereitet uns dicke Probleme“, kommentiert Oststadt-Bezirksbürgermeister Udo Dammer, dem als Körner die unschönen Begleiterscheinungen natürlich nicht entgangen sind, die Situation: „Uns fehlt die Einsicht der Nutzer!“ Vor allem ein eher jüngeres Publikum beweist laut Dammer ein gehöriges Maß an Disziplinlosigkeit.
Das gilt aber auch für diejenigen Hundehalter, die keine Scheu zeigen und ihre Tiere auf dem ehemaligen Gottesacker auf Wiesen wie auf Wegen und trotz der Körner Kinder, die hier nicht nur im Grünen Klassenzimmer die Natur erleben, ihr Geschäft verrichten lassen. Auch ein Schild „Vorsicht, Tretminen!“ hätte seine Berechtigung.
KKK-Vorsitzender Helmut Feldmann appelliert so dringend an die Körner Hundebesitzer, beim Gassi gehen Tüten für den Kot ihrer Tiere mitzunehmen und besser die nahen Hundewiesen, etwa Am Zippen, zu nutzen.
„Eine fünfstellige Summe dürfte in den letzten Jahren investiert worden sein“, schätzt Oststadt-Bezirksbürgermeister Udo Dammer. Man sieht es. Doch angesichts der Vermüllung nutzt es kaum, dass die Uhland-Schule die Patenschaft für das Grüne Klassenzimmer und die Hochbeete im Grün gegenüber übernommen haben...
„Wir brauchen in unserer Gesellschaft offensichtlich immer einen, der hinterher trabt“, setzt Udo Dammer Hoffnung auf den neuen Quartierskümmerer für Körne und das Kaiserstraßenviertel, der zukünftig auch ein Auge auf die Situation im Körner Park halten soll. „Auch wenn er kein Müllabfuhr-Ersatz sein kann“, ergänzt Dammer.

Zur Info:
Bei dem Insektenhotel, bei dessen Bau die Uhland-Schüler tatkräftig mitgearbeit haben, handelt es um eine Wand mit diversen Nisthilfen für verschiedene Insektenarten wie Wildbienen und Wespen. Die Dr. Gustav Bauckloh Stiftung, die sich der Förderung von Natur- und Tierschutz verschrieben hat, sponserte Insektenhotel und Infotafeln zur Flora und Fauna im Park mit 4000 €. „Wichtig war uns“, so KKK-Chef Helmut Feldmann, „dass vor allem auch Kinder lernen, mit der Natur umzugehen und Pflanzen und Tiere in der Körner Region kennenlernen.“ Die KKK-Mitglieder Rolf Sobottka und Siegfried P. Schmidt haben das Projekt von Anfang an begleitet und mit realisiert.

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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