Linke & Piraten kritisieren: Dortmund kann nicht Schritt halten
Arbeitslosenquote über dem Durchschnitt des Ruhrgebiets

Ratsmitglied Dr. Bernd Tenbensel

„Die Phase des Wachstums am deutschen Arbeitsmarkt kommt erfreulicherweise auch im Ruhrgebiet an. Leider kann Dortmund mit dieser Entwicklung nicht schritthalten“, so Dr. Bernd Tenbensel, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der Ratsfraktion DIE LINKE & PIRATEN.

So sank die Arbeitslosenquote im Ruhrgebiet im Februar im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Punkte auf jetzt 9,3 Prozent. In Dortmund hingegen betrug die Arbeitslosenquote im Februar immer noch 10,2 Prozent (32.035 Menschen). Davon sind 76 Prozent im Arbeitslosengeld II-Bezug (Hartz IV). Die sogenannte Unterbeschäftigungsquote, darin enthalten sind all diejenigen Arbeitslosen, die in der offiziellen Arbeitslosenstatistik nicht mit gezählt werden, liegt bei insgesamt 13,7 Prozent (44.267 Betroffene). Zu dieser Gruppe zählen auch die, die älter als 58 Jahre alt und Hartz IV-Bezieher sind. Es handelt sich dabei um 3.303 Personen, deren Anzahl gegenüber dem Februar 2018 in Dortmund um 7 Prozent gestiegen ist.

„So ist es gut, wenn das Thema des kommunalen Arbeitsmarktes und damit auch das Thema der öffentlich geförderten Beschäftigung auf der Ruhrkonferenz eine Rolle spielen soll“, meint Fraktionssprecher Utz Kowalewski. Einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet die Stadt Dortmund nach Beschluss des Rates nun der Landesregierung.

Dortmund ist besonders mit einem hohen Sockel von Langzeitarbeitslosigkeit konfrontiert. „Immerhin gibt es in der ganzen Metropole Ruhr das Problem, dass insbesondere die Langzeitarbeitslosigkeit sich jenseits aller Konjunkturdaten nicht verändert. Der Markt schafft hier keine Abhilfe, so dass die öffentliche Hand gefragt ist Lösungen zu entwickeln, auch für alle Arbeitslosen über 58 Jahre“, so Dr. Tenbensel abschließend.

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