„Wir fordern eine auskömmliche Finanzierung des ÖPNV“
DIE LINKE + kritisiert erneute Verteuerung des Sozialtickets

Christian Gebel

Auf 39,80 Euro soll der Preis des Sozialtickets zum Jahreswechsel erneut steigen, wie der Verwaltungsrat des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) heute beschlossen hat. Auch die Preise der übrigen Tickets werden steigen.

„Corona hat die Lage finanziell schlecht gestellter Menschen verschärft, da wirkt diese Preiserhöhung instinktlos“, kritisiert Christian Gebel, Mitglied der Piratenpartei, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE + und Mitglied in den Gremien des VRR. „Diese Preissteigerung frisst die mühsam erkämpfte Erhöhung des für Mobilität vorgesehenen Anteils am ALG II fast vollständig auf.“

Die Finanzierung ruht auf zwei Säulen: einem Zuschuss des Landes und den Erlösen auf dem Verkauf der Tickets. „Wenn das Land die steigenden Kosten nicht auffängt, bleibt das an den Fahrgästen hängen“, so Gebel. „Ansonsten müssten die Städte und Kreise die Mehrkosten tragen oder Busse und Bahnen weniger häufig fahren lassen.“

Beim Schülerticket gleicht die Stadt Dortmund die Mehrkosten ausnahmsweise aus. „Aber das darf nicht Schule machen. Wenn wir die Verkehrswende wollen, müssen Bund und Land mehr tun. Deshalb fordern wir eine auskömmliche Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs.“

Autor:

Claudia Behlau, DIE LINKE+ aus Dortmund-Ost

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