Polizeiwache Homberg – schon über 5000 Unterschriften gegen die Schließung gesammelt
„Prävention durch Präsenz“

Astrid Block, Marion Rusch und Karin Schattauer (vl.) kämpfen für ihren Stadtteil.
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  • Astrid Block, Marion Rusch und Karin Schattauer (vl.) kämpfen für ihren Stadtteil.
  • Foto: Bartosz Galus
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Karin Schattauer, Astrid Block und Marion Rusch sind besorgt. Besorgt um ihren Stadtteil Homberg/Hochheide. Seit einiger Zeit ist spruchreif, die Homberger Polizeiwache nach Ruhrort zu verlegen. Über 5000 Unterschriften sammelten die drei Bürgerinnen bereits gegen die Schließung. Und es werden täglich mehr, denn etliche Bürger stehen voll und ganz hinter den Initiatorinnen.
„Die Wache zu verlegen, ist ein schlechtes Signal für den Duisburger Westen. Ohne Polizeipräsenz geht es nicht, sie muss da sein. An unseren Aktionsständen kommen viele Menschen auf uns zu, vor allem ältere Bürger, die Angst haben ab Einbruch der Dunkelheit noch die Straße zu betreten. Der Redebedarf ist da. Jetzt muss gehandelt werden“, macht Astrid Block deutlich. Karin Schattauer fügt hinzu: „Uns geht es vor allem um den sozialen Frieden und das Wiederherstellen des Miteinanders hier im Stadtteil.“

"Brennpunkt" in der Ladenstadt

Insbesondere die Ladenstadt Hochheide in der Nähe von Kaufland sei, so die Initiatorinnen, ein echter „Brennpunkt“. Die Kriminalstatistik liest sich wie die Szenen eines Tatortfilms. Bewaffnete und unbewaffnete Raubüberfälle sowie Vandalismus reihten sich in kürzester Zeit aneinander. Nachdem am Halloween-Tag Einkaufswagen brutal in die Schaufensterscheiben mehrerer Geschäfte geworfen wurden, habe auch ein großes Blumengeschäft die Konsequenzen gezogen und seinen Sitz nach Moers verlagert. Die Sicherheit müsse wieder gegeben sein. Anwohner würden unter dem ständigen Lärm von jungen Erwachsenen leiden – ohne Pfefferspray ginge hier niemand mehr im Dunkeln nach draußen und einkaufen. „Prävention durch Präsenz“ wird hier von den drei engagierten Frauen gefordert. Sozialarbeiter und Streetworker müssten verstärkt im Einsatz sein. Zudem sei eine Kameraüberwachung absolut notwendig.
„Ganz wichtig ist uns, den Bürgern durch die Unterschriftensammlung eine Stimme zu geben.
Wir werden so lange an der Sache dran bleiben, bis es Termine beim Oberbürgermeister Sören Link und Innenminister Herbert Reul, als oberster Dienstherr der Polizeibehörden, feststehen“, so Block weiter. Dort werden die Unterschriftenmappen abgegeben. Entsprechende Listen liegen in vielen Geschäften in Hochheide, Homberg und Baerl aus. 
Am Samstag, 18. Januar, von 10 bis 12 Uhr werden die drei Initiatorinnen übrigens erneut vor Ort sein, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und Unterschriften zu sammeln. Der Stand wird vor dem Geschäft „Der Bastelfuchs“ aufgebaut sein.

Autor:

Nadine Scholtheis aus Moers

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