Nach Ämterchaos
Stadt Duisburg plant mit 100 neuen Mitarbeitern im kommenden Jahr

OB Sören Link

Die Stadt Duisburg plant im kommenden Jahr 100 neue Mitarbeiter einzustellen. Die Stadt wirkt so der aktuellen Personalsituation entgegen, die sich zuletzt auch durch zusätzliche Aufgaben von Bund und Land deutlich verschlechtert hatte.

Vorbehaltlich der Zustimmung der Bezirksregierung Düsseldorf, die als Aufsichtsbehörde das Vorhaben genehmigen muss, verspricht sich Oberbürgermeister Sören Link eine erhebliche Verbesserung – vor allem in Bereichen mit intensivem Bürgerkontakt.
„Wir brauchen in Duisburg mehr Personal in den Ämtern. Deshalb haben wir mit der Bezirksregierung Gespräche über eine notwendige Personalverstärkung aufgenommen. Ich bin zuversichtlich, dass sich die Aufsichtsbehörde unserer Auffassung anschließen kann. Wir brauchen dringend Entlastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch spürbare Verbesserungen für den Bürger“, erklärte Oberbürgermeister Sören Link am Dienstag bei der Personalversammlung im Landschaftspark Nord.
Dem Rat der Stadt wird dann mit der Veränderungsnachweisung für den Haushalt 2019 zur Ratssitzung am 26. November eine Aufstockung des Personaletats um 20 Millionen Euro vorgeschlagen. Durch diesen können dann die zusätzlichen Einstellungen abgedeckt werden.
Im Rahmen des Haushaltssanierungsplans hat die Stadt Duisburg bislang die notwendigen Personaleinstellungen zum Teil durch externe Einstellungen, ämterübergreifende Fluktuation und die Übernahme von Auszubildenden umgesetzt.
Dazu Personaldezernent Martin Murrack: „Allerdings werden unsere Bemühungen durch zusätzliche Aufgaben konterkariert, bei denen die Auftraggeber von Bund und Land die ergänzende Personal- und Finanzausstattung nicht oder nicht ausreichend bereitstellen. Diese Mehrbedarfe belasten zusätzlich den Personalkörper und führen zu Unterbesetzungen in vielen Fachbereichen. Das geht so nicht weiter.“

Info

Welche Stellen mit den 100 neuen Mitarbeitern konkret besetzt werden sollen, wird auf Basis einer fachlichen Analyse entschieden. Diese wird für jeden Fachbereich die jeweils notwendige Verstärkung festlegen, das Anforderungsprofil ermitteln und durch eine Recruiting-Offensive eine externe Besetzung ermöglichen.

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