Heimsieg für die Zebras
Der MSV konnte die sechste Niederlage in Serie mit einem Sieg gegen Darmstadt 98 abwenden

Neuzugang Havard Nielsen durfte sein zweites Tor innerhalb von zwei Spielen bejubeln. An seiner Seite feiert Cauly Souza mit, der an zwei Toren maßgeblich beteiligt war.
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  • Neuzugang Havard Nielsen durfte sein zweites Tor innerhalb von zwei Spielen bejubeln. An seiner Seite feiert Cauly Souza mit, der an zwei Toren maßgeblich beteiligt war.
  • Foto: Kirchner
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Trotz einer 3:0 Führung war am Ende nochmal zittern angesagt. Wolze und Nielsen machten vor der Halbzeit das 2:0, Iljutcenko traf in der 58. Minute zum 3:0. In der Schlussphase kamen die Gäste mit zwei Toren aber nochmal ran. Am Ende war es ein verdienter Sieg gewesen, die Chancen wurden konsequent genutzt und bis zum Anschlusstreffer stand die Verteidigung auch sehr stabil.

Nach der 2:1 Niederlage in Bochum waren die Zebras auf den letzten Tabellenplatz der zweiten Liga abgerutscht. Um nicht völlig den Anschluss zu verlieren musste endlich wieder ein Sieg her. MSV-Trainer Torsten Lieberknecht sah sich gezwungen zu handeln und veränderte seine Startelf im Vergleich zum Bochum Spiel auf vier Positionen. Andreas Wiegel war aufgrund deiner fünften Gelben Karte gesperrt. Fröde, Gyau und Stoppelkamp mussten auf die Bank. Seo, Hajri, Engin und Iljutcenko durften von Beginn an ran.
In der achten Minute durften die Zebras das erste Mal jubeln. Cauly Souza setzte sich im Mittelfeld prima durch und flankte den Ball nach außen auf Kevin Wolze. Dieser lief frei auf das Darmstädter Tor zu und konnte den Angriff zur 1:0 Führung abschließen. Die erste richtige Chance im Spiel wurde konsequent genutzt. Bei den Fans war die Erleichterung nach der Führung deutlich zu spüren. Darmstadt suchte daraufhin die Lücke, die Zebras standen aber stabil und suchten weiter den Zug zum Lilien Tor. Die Belohnung kam in der 25. Minute mit dem 2:0. Ahmet Engin wurde über Rechtsaußen von Souza in Szene geschickt. Die Flanke landete genau auf dem Kopf von Neuzugang Havard Nielsen, der sein zweites Tor im zweiten Spiel für die Duisburger erzielte. So hatte sich das Lieberknecht vorgestellt, eine schnelle und vor allem beruhigende Führung.
Bis zur Pause passierte dann nichts mehr. Darmstadt erhöhte zwar stetig den Druck und kam auch zu seinen Gelegenheiten, die Hintermannschaft vor Wiedwald im Tor ließ aber nichts anbrennen. Mit viel Applaus wurden die Spieler vom Platz verabschiedet. Kein Vergleich zu dem leeren Auftritt in Bochum. Lieberknecht hatte seine Mannschaft gut auf den Gegner vorbereitet.
Unverändert starteten beide Teams in die zweiten 45 Minuten. Die Gäste aus Hessen waren weiterhin am Drücker, die Gastgeber verteidigten clever und lauerten auf Möglichkeiten. Eine dieser nutzten die Zebras in der 58. Minute zum 3:0. Erneut war es Engin, der erneut eine perfekte Flanke in den Strafraum schlug. Dieses Mal war Iljutcenko zur Stelle und traf ebenfalls per Kopf. Eine Minute später hätte Engin den Sack zu machen können. Er tauchte alleine vor Heuer Fernandes, sein Schuss ging aber im Tor vorbei, damit hätte er seine gute Leistung noch selbst belohnen können. Darmstadts Defensive erlaubte sich aber auch einige Aussetzer, die die Zebras konsequent für sich nutzen konnten.

Dienstag im Pokal gegen Paderborn

Die MSV-Fans honorierten den Auftritt ihrer Mannschaft, die Stimmung in der Arena war fantastisch. In der 73. Minute kamen die Darmstädter dann noch zu ihrem Anschlusstreffer, Bertram konnte eine Flanke trocken aus der Distanz verwandeln. Zwei Minuten vor dem Ende landete der Ball wieder hinter Wiedwald im Tor. Nach einer Ecke traf der eingewechselte Moritz zum 3:2 für Darmstadt 98. Jetzt wurden die Schlussminuten nochmal dramatisch. Die Zebras hatten bis zum ersten Gegentor alles im Griff, zwei Flanken brachten die Defensive aber wieder ins Wanken. Vier Minuten gab es als Nachspielzeit noch oben drauf und das große Zittern der MSV-Fans ging weiter. Darmstadt nahm das Heft jetzt in die Hand und drängte auf den Ausgleich. Trainer Lieberknecht konnte es nicht fassen und war an seiner Seitenlinie nur noch in Bewegung. Am Ende reichte es aber und der MSV konnte sich über die drei Punkte freuen. Die Erleichterung war groß, am Ende konnte dem Druck standgehalten werden, auch wenn die zwei Gegentore zum Schluss sicherlich nichts für schwache Nerven waren.
Mit diesem Sieg verließen die Zebras wieder den letzten Tabellenplatz und sprangen auf den Relegationsplatz. Mit Blick auf das nächste Heimspiel gegen Paderborn, war der Sieg unglaublich wichtig für das Selbstvertrauen. Am Dienstag, 5. Februar, um 20:45 Uhr geht es um den Viertelfinaleinzug im DFB Pokal. Vor allem finanziell ist das Spiel von großer Bedeutung, ein weiterer Sieg könnte natürlich für weiteren Auftrieb sorgen.

Autor:

Marcel Faßbender aus Duisburg

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