Erwin Reich ist der erste Kooperationskönig - Vielversprechendes gemeinsames Schützenfest von drei Vereinen im Bezirk Hamborn

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Erwin Reich und seine Königin und Ehefrau Karin präsentieren sich voller Stolz mit der neuen „Königs- und Amtskette“, die Bezirksbürgermeister Uwe Heider aus seinen Verfügungsmitteln spendiert hatte. Fotos: Reiner Terhorst
 
Oberst Wilfried Mühl nimmt die Parade während des großen Zapfenstreichs auf dem Hohenzollernplatz ab. Nicht nur er hat sich „über so viele Zuschauer gefreut, wie schon nicht mehr.“
Duisburg: Schützenplatz Neumühl |

„Es ist geschafft!“ Entspannte Gesichtszüge und ein spürbares Aufatmen bei den Präsidenten Horst Terworth, Peter Schroeder und Erhard Klinger. Das erste gemeinsame Kooperationsschützenfest der St. Hubertus-Schützengesellschaft Hamborn, des BSV Neumühl und des BSV Marxloh ist Geschichte. Eine Geschichte, die Mut macht und nach Fortsetzung ruft.

„Es ist nicht immer ganz einfach, wenn sich drei eigenständige Vereine, die zudem eine lange, individuelle Tradition in Sachen Brauchtumspflege und Schießsport haben, zusammen tun. Aber mit Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen aller Beteiligten kann das künftig eine richtige Erfolgsgeschichte werden“, so Hubertus-Präsident Horst Terworth, der auch Sprecher der neuen Schützengemeinschaft ist.

Peter Schroeder, Präsident der Neumühl Schützen, hob den großen Rückhalt und die große Resonanz in der Bevölkerung und bei den vielen befreundeten Gastvereinen hervor. Gab es es im vergangenen Jahr beim großen Zapfenstreich auf dem Neumühler Marktplatz gut 50 Besucherinnen und Besucher, so waren in diesem Jahr trotz der Tropenhitze fast 300 nicht uniformierte Zuschauer und Schaulustige da, von den Grünröcken und Musikzügen ganz zu schweigen. Schroeder: „Das war schon klasse.“

Jetzt stehen Bilanz und Manöverkritik an

Natürlich wird es eine umfassende Manöverkritik geben, auch Abrechungen machen und Geldzählen stehen jetzt an. Die Devise „Gemeinsam sind wir stark“ bezieht sich nämlich auch auf die finanzielle Seite von Schützenfesten. „Danach sehen wir weiter“, so Erhard Klinger, Präsident des BSV Marxloh, der aber schon jetzt ein gutes Gefühl hat.

„Was wir verbessern können, werden wir verbessern“, so Schroeder, „aber der Auftakt war mehr als vielversprechend. Und den Kooperationsschützen fiel noch ein Stein vom Herzen. Dr. Holger Raphael, beim ersten Kooperationsschützenfest stets präsenter Schirmherr, hat bereits ein Zukunftssignal gesetzt. Auch in der nächsten Zukunft werden die Duisburger Helios Kliniken, als deren bürger- und heimatnaher Geschäftsführer er die Schirmherrschaft angetragen bekam, das Fest unterstützen. Das Wort gilt, auch wenn Raphael dann nicht mehr an Bord ist und sich neuen beruflichen Herausforderungen widmet.

Die Veranstaltungen im liebevoll dekorierten Festzelt waren stets gut besucht, die Stimmung prächtig und der Schießsport spannend. Die Formation Herzschlag sorgte für fulminante Festzelt- und Tanzmusik mit einer gehörigen Portion „Bespaßung“. Der Zeltgottesdienst von Pater Tobias und seinen Messdienern und Helfern war ein- und mitnehmend zugleich.

Eigene Identität bleibt gewahrt

„Jeder muss ein Stück vom Ich aufgeben und das Wir in den Vordergrund stellen, aber ohne seine eigene Identität zu verlieren“, stellte Schroeder fest. Und die wird in der Tat behalten, denn jetzt werden alle drei beteiligten Vereine ihren vereinseigenen König ausschießen. Den Anfang macht am Samstag der BSV Marxloh. am 25. August sind die Neumühler an der Reihe und am 1. September dann St. Hubertus. Die dann neuen Majestäten werden ihrerseits im kommenden Jahr den nächsten Kooperationskönig ermitteln.

Eingeschlagenen Weg weiter beschreiten

Erwin Reich von der St. Hubertus-Schützengesellschaft Hamborn schoß in diesem Jahr den Vogel ab, und das im wahren Sinn des Wortes. In der 73. Runde holte er sich mit dem 219. Schuss die Würde des ersten Kooperationskönig und setzte sich gegen Karl-Josef Beckers (Neumühl) und Arwed Bergmann (Marxloh) durch. Riesenjubel und eine feierliche Inthronisierung folgten. Dabei gab es noch eine Besonderheit. Aus seinen Verfügungsmitteln als Bezirksbürgermeister spendierte Uwe Heider eine neue Kooperationskönigskette. Allein das ist schon Verpflichtung genug, den eingeschlagenen, gemeinsamen Weg weiter zu beschreiten.
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