Sohn handelte geistesgegenwärtig und ließ Betrüger in die Falle tappen: Lob von der Polizei
75.000 Euro für Freilassung der Enkeltochter

Dass ihr Sohn das Gespräch entgegengenommen hat, erwies sich für die 94-jährige Borbeckerin als echter Glücksfall.
  • Dass ihr Sohn das Gespräch entgegengenommen hat, erwies sich für die 94-jährige Borbeckerin als echter Glücksfall.
  • Foto: Gohl (Archiv)
  • hochgeladen von Christa Herlinger

Dass der Sohn anstelle der Mutter ans Telefon gegangen ist, erwies sich für die Borbecker Seniorin als echter Glücksfall. Freitagnachmittag (22. Januar, 14 Uhr) hielt sich der 72-jährige Mülheimer in der Wohnung seiner 94-jährigen Mutter in Borbeck auf. Als das Telefon klingelte, nahm er den Hörer ab. Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein "Herr Müller von der Polizei".

In der Annahme, mit demVater des Mülheimers zu sprechen, erzählte der vermeintliche Polizist ihm, dass seine Enkeltochter in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt worden sei. Sie käme nur frei, wenn man eine Kaution von 75.000 Euro hinterlege.

Sohn ging zum Schein auf Forderungen der Betrüger ein

Der 72-Jährige bemerkte sofort, dass es sich um einen versuchten Betrug handelte und ging zum Schein auf die Forderungen des falschen Polizisten ein. Während der Mülheimer weiter mit dem Betrüger telefonierte, alarmierte seine ebenfalls anwesende Ehefrau die echte Polizei.

Zivilbeamte nahmen schließlich persönlich Kontakt zu den Eheleuten auf und bereiteten alles für eine mögliche Festnahme vor. Tatsächlich gelang es dem Mülheimer seine Opferrolle so authentisch zu spielen, dass ein Abholer an dem Haus klingelte, um die vermeintlichen Wertgegenstände und Bargeld entgegenzunehmen. Dafür gab es ein dickes Lob von der Polizei.

Statt eines Beutels mit wertvollem Inhalt wartete ein Zivilbeamter 

Statt eines Beutels mit wertvollem Inhalt erwartete den 16-jährigen mutmaßlichenMittäter ein Zivilbeamter, der ihn sofort festnahm. Die Kriminalpolizei prüft nun, ob der Jugendliche in weiteren Fällen als Abholer fungierte. Die Ermittlungen dauern an.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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