Förderpreis im diesjährigen Geschichtswettbewerb des Bundespräsdienten geht nach Borbeck
MGB-Schülerinnen starten spannende Spurensuche

Ihr Beitrag hat die Fachjury überzeugt. Der Förderpreis des Landes NRW beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten geht in diesem Jahr ans MGB nach Borbeck. Marie, Halime, Pia und Alina aus der Q2 des Mädchengymnasiums haben sich mit einem Podcast beworben.  | Foto: MGB
  • Ihr Beitrag hat die Fachjury überzeugt. Der Förderpreis des Landes NRW beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten geht in diesem Jahr ans MGB nach Borbeck. Marie, Halime, Pia und Alina aus der Q2 des Mädchengymnasiums haben sich mit einem Podcast beworben.
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 »So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch« war das Oberthema bei der diesjährigen Ausschreibung des Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, an dem sich mehr als 5.500 Kinder und Jugendliche mit rund 2000 Beiträgen beteiligten. Einer davon war der Podcast von Marie, Halime, Pia und Alina, alle 18 Jahre alt, aus der Q2 des Mädchengymnasiums Borbeck. Der Beitrag kam an. Die MGB-Abiturientinnen gewannen damit den Förderpreis beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten.

In ihrem Wettbewerbsbeitrag berichten die vier Abiturientinnen vom Niedergang der Kohleindustrie im Ruhrgebiet. Sie sprachen mit ehemaligen Bergleuten und erfuhren Spannendes zur Zeit der Krise und des Umbruchs, aber eben auch zum Neuanfang im Rahmen des Strukturwandels.
Die Nachwuchs-Historikerinnen aus Borbeck haben sich auf eine spannende Spurensuche begeben. „In fast allen Interviews und Erzählungen spielen Dinge wie Solidarität, Integration, Gemeinschaft und Zusammenhalt eine Rolle. Man merkt den Bergleuten an, dass sie eine gemeinsame Geschichte und viele Ansichten teilen“, berichtet Marie.

Interviews mit sieben waschechten Kumpeln

Aber wie kommt man auf diese Idee? Wie findet man Gesprächspartner? Und wie gestaltet man im Endeffekt eine in sich schlüssige Arbeit? Anhand ihrer beiden Forschungsfragen: „Wie erlebten die Zechenarbeiter den Niedergang der Kohleindustrie? Und was ist im Rahmen des Strukturwandels aus Ihnen geworden?“ sammelten die Schülerinnen Materialien und Informationen rund um das Thema Kohlekrise im Ruhrgebiet.
Aus den Erzählungen und Interviews mit sieben waschechten Kumpeln entstand innerhalb eines knappen halben Jahres im Rahmen des Geschichtszusatzkurses ein rund 15-minütiger Beitrag, der aus über 200 Minuten Rohmaterial von den Schülerinnen geschnitten wurde.

Anfrage an Büro von Frank-Walter Steinmeier

„Allein diese Arbeit war sehr zeitaufwändig,“ erzählt Halime, die auch die Erzählerin im Podcast darstellt. „Aber es war spannend, im Nachhinein verschiedene Details zu entdecken. Wir haben die Interviews im Oktober 2018 geführt und stellten bei der Fernsehübertragung am 21. Dezember fest, dass unser Interviewpartner Jürgen Jakubeit derjenige war, der dem Bundespräsidenten das letzte Stück Steinkohle überreicht hat. Das war schon ein toller Zufall.“
Das Büro von Frank-Walter Steinmeier musste dann während der Arbeitsphase auch noch ein weiteres Mal bemüht werden. Die Schülerinnen wollten gern das Steigerlied, das bei dem Festakt vom Ruhrkohle-Chor gesungen wurde und Ausschnitte aus Steinmeiers bewegender Rede in ihren Podcast einspielen. Da das gesamte Produkt nach wissenschaftlichen Kriterien erarbeitet werden sollte, musste dementsprechend die Erlaubnis zur Verwendung eingeholt werden. „Wir haben einfach per Email angefragt und durften die entsprechenden Ausschnitte dann auch verwenden“ so Pia.

Feedback von den Mitschülerinnen

Von ihren Mitschülerinnen aus dem Geschichtszusatzkurs erhielten die Autorinnen wertvolles Feedback. Hat ihre Arbeit einen roten Faden? Wo muss noch gekürzt werden, was interessiert die Hörer?
Lehrerin Nicole Greppel freut sich über den Erfolg der Gruppe. „Das Oberthema war vorgegeben, ansonsten durften sowohl die Gruppenkonstellation als auch Präsentationsform und Inhalt frei gewählt werden. Dadurch waren die Schülerinnen einerseits sehr frei in ihren Entscheidungen, hatten aber andererseits auch die volle Verantwortung für ihr Ergebnis. Ich hoffe, dass ihnen diese Erfahrungen auch im Studium zugute kommen.“

Möglichkeit zum Reinhören

Die Landesjury haben die vier MGB-Schülerinnen mit ihrem Beitrag überzeugt. Sie gehören zu den diesjährigen Preisträgern, freuen sich über einen Förderpreis des Landes NRW, Urkunden und einen Geldpreis. Wer den Podcast der vier hören möchte, kann dies unter https://soundcloud.com/user-365373483/podcast-kohlekrise-mgb tun.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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