Lohmanns Öl-Gemälde zeigen das Ruhrgebiet in all seinen Facetten
Borbecker Bahnhofshalle wird zum Museum

Britta Becker und Wolfgang Marsching beim Hängen der Öl-Bilder in der historischen Bahnhofshalle. In den nächsten Wochen sollen sie dort die Besucher erfreuen.
  • Britta Becker und Wolfgang Marsching beim Hängen der Öl-Bilder in der historischen Bahnhofshalle. In den nächsten Wochen sollen sie dort die Besucher erfreuen.
  • Foto: cHER
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Dass die Borbecker Bahnhofshalle weit mehr als das Entree zu den Gleisen ist, weiß man im Stadtteil. Konzerte haben dort bereits stattgefunden, die Halle wurde für Versammlungen genutzt und war Schauplatz für Schulprojekte. Aktuell ist die historische Empfangshalle, die seit 1990 unter Denkmalschutz steht, ein Museum.

von Christa Herlinger 

Kein herkömmliches, denn das wäre ja derzeit geschlossen. Wer in diesen Tagen das schmucke Gebäude durchquert, blickt auf großformatige Ölgemälde. "Wie schön", freut sich eine Borbeckerin über die realistischen Ruhrgebietsmotive. "Das ist die Zeche Wolfsbank", erkennt ein älterer Herr sofort das Borbecker Motiv. Sein Begleiter bleibt interessiert vor dem Porträt von Berthold Beitz stehen.
Die Bilder sind Privatbesitz. Jürgen Becker hat sie vor Jahren erworben. "Und schon einmal hier gezeigt", erinnert sich der Vorsitzende des Kultur-Historischen Vereins an die Ausstellung im Jahr 2013. Dass sie jetzt erneut im Bahnhof hängen, hat einen besonderen Grund. "Wir können ja zur Zeit nicht viel machen. Ausstellungsbesuche oder solche in Konzerthäusern sind nicht möglich. Vielleicht haben die Borbecker Freude an den Bildern."

Enger Bezug zum Stadtteil und zu seinem Bahnhof

Sowohl die Motive als auch der Künstler stehen in engem Bezug zum Stadtteil und seinem Bahnhof. Adolf Lohmann (1928-2018) hat in Borbeck gelebt und gearbeitet. Und er hat 2001 innerhalb von acht Monaten das fünf Meter breite Ölgemälde geschaffen, das zum Aushängeschild der im Jahr 2000 nach ihrem Verkauf komplett sanierten Bahnhofshalle geworden ist. "In der Alten Cuesterey", erinnert sich Jürgen Becker, "sind die Borbecker Motive auf die Leinwand gekommen: das Schloss Borbeck, die St.-Dionysius-Kirche, der Steenkamop Hof, die Zeche Kronprinz und Vossgätters Mühle.

Einladung an Bahnreisende: stehen bleiben, innehalten und Kunst genießen

Über den Tellerrand Borbecks hinaus blickte der Künstler bei den Arbeiten, die in den nächsten sechs Wochen an den Wänden der historischen Halle hängen. Sie laden die Bahnreisenden ein: stehenzubleiben, einen Augenblick innezuhalten, Landschaften und Motive zu genießen.

Autor:

Lokalkompass Borbeck aus Essen-Borbeck

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