23. März, Amtsgericht Steele, Grendplatz
Gewalttätiger Faschist von den „Steeler Jungs“ vor Gericht

Das Bild ist von der Protestaktion am 2.1.2020, nach der der Überfall von "SJ"-Angehörigen auf mehrere junge Antifaschistinnen erfolgte. Dass die "SJ" seit letzten Herbst nicht mehr durch Steele marschieren, ist Erfolg der konsequenten Proteste. Stattdessen wurden Angehörige der "SJ" in letzter Zeit des öfteren bei Demonstrationen der rechten "Querdenker"-Bewegung gesichtet. | Foto: Foto: essen stellt sich quer
  • Das Bild ist von der Protestaktion am 2.1.2020, nach der der Überfall von "SJ"-Angehörigen auf mehrere junge Antifaschistinnen erfolgte. Dass die "SJ" seit letzten Herbst nicht mehr durch Steele marschieren, ist Erfolg der konsequenten Proteste. Stattdessen wurden Angehörige der "SJ" in letzter Zeit des öfteren bei Demonstrationen der rechten "Querdenker"-Bewegung gesichtet.
  • Foto: Foto: essen stellt sich quer
  • hochgeladen von Bodo Urbat (Essen steht AUF)

Am Dienstag den 23. März findet um 12 Uhr ein Prozess gegen einen Angehörigen der faschistischen „Steeler Jungs“ vor dem Amtsgericht in Essen-Steele statt. Es geht um den Raub und die Zerstörung einer Fahne des Jugendverbands REBELL nach einer antifaschistischen Demonstration am 2. Januar 2020. Aus diesem Anlass macht das Internationalistische Bündnis um 11 Uhr eine Kundgebung auf dem Grendplatz.

In der Pressemitteilung des Internationalistischen Bündnisses heißt es: "Während des Prozesses wird ein Infostand durchgeführt und nach Prozessende über das Ergebnis berichtet. Es ist die erste antifaschistische Kundgebung 2021 in Essen-Steele. Sie wird unter Corona-Schutzbedingungen stattfinden.“

Der Jugendverband REBELL ist eine Trägerorganisation im Internationalistischen Bündnis. Mitglieder aus Essen und Dortmund berichten: „Die ‚Steeler Jungs‘ wollen sich den Ruf geben, die Bevölkerung vor Kriminalität zu schützen. Weiter weg von der Realität kann man nicht sein. In Wirklichkeit handelt es sich um gewaltbereite Faschisten, das zeigt auch ihre feige Attacke am 2. Januar 2020 auf Antifaschisten, darunter einer Rebellin.“

Sie lauerten ihnen in einer dunklen Straßenecke auf, schrien: „Jetzt habt ihr aber Schiss. Alleine seid ihr wohl zu feige, ihr Fo…!“ und raubten der Rebellin die Fahne. Die Jugendlichen erklären weiter: „Bisher wurde lediglich eine Anhängerin der ‚Steeler Jungs‘ wegen Zeigen des ‚Hitlergrußes‘ verurteilt. Weiteren Hinweisen und Recherchen von Antifaschisten wurde nicht nachgegangen. Dass in diesem Fall so aktiv von der Essener Staatsanwaltschaft ermittelt wurde, ist als Erfolg der antifaschistischen Bewegung zu sehen. Einmal im Kampf gegen die Umzüge der ‚Steeler Jungs‘, und auch in Verbindung mit den Enthüllungen und dem Protest gegen faschistische Strukturen in der Essener Polizei. Das reicht uns aber nicht aus. In dem Prozess wird wegen Sachbeschädigung ermittelt. Die Fahne wurde uns aber gewaltsam geraubt, verbunden mit sexistischer Beleidigung. Wir rebellischen jungen Mädchen und Frauen werden uns von faschistischen Attacken nicht einschüchtern lassen, sondern organisieren uns. Wir fordern das Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda.“

Autor:

Bodo Urbat (Essen steht AUF) aus Essen-Nord

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