Planung BürgerRatHaus umweltfreundlicher gestalten
Grüne Ratsfraktion: Architekturentwurf muss im Hinblick auf Solarnutzung und ökologische Mobilität nachgebessert werden

So könnte nach dem prämierten Preisentwurf das künftige BürgerRathaus zwischen Steeler Strasse und der Schützenbahn aussehen. Die Grüne Ratsfraktion erkennt in diesen rationellen Zweckbau aber noch viele Veränderungsnotwendigkeiten, die möglichst früh festgezurrt werden müssen. Umweltfreundliche, wie ÖPNV-nahe Anbindung für die Besucher*innen, wie auch die Verbindung zum Burgplatz, die noch durch den Graben der vielspurigen Schützenbahn samt Autotunnel gestört ist, müssen gesichert werden.
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  • So könnte nach dem prämierten Preisentwurf das künftige BürgerRathaus zwischen Steeler Strasse und der Schützenbahn aussehen. Die Grüne Ratsfraktion erkennt in diesen rationellen Zweckbau aber noch viele Veränderungsnotwendigkeiten, die möglichst früh festgezurrt werden müssen. Umweltfreundliche, wie ÖPNV-nahe Anbindung für die Besucher*innen, wie auch die Verbindung zum Burgplatz, die noch durch den Graben der vielspurigen Schützenbahn samt Autotunnel gestört ist, müssen gesichert werden.
  • Foto: Walter Wandtke
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Angesichts der Ratdebatte zumNeubau eines BürgerRatHauses erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Vorsitzende der Ratsfraktion der Grünen:
„Von einem Neubau, der auch noch in über 50 Jahren stehen soll, erwarten wir im Hinblick auf Klimaneutralität mehr als der – von uns nicht favorisierte – Siegerentwurf. Mit dem Preisträger des Architektenwettbewerbs sollte daher über den Einsatz von Photovoltaik-Anlagen an der Außenfassade und die Verwendung von Naturmaterialien verhandelt werden.
Weiterhin sollte sich die Menge an Stellplätzen an den selbst gesetzten Modal-Split-Zielen der Stadt Essen orientieren, also ein Fuß-, Rad-, ÖPNV- und Autoanteil von jeweils 25 Prozent. Die Grünen setzen sich daher für mehr Fahrrad-Stellplätze und Ladestationen für E-Bikes sowie eine eigenständige Zufahrt für Fahrräder in die Tiefgarage ein.
Die Erreichbarkeit des BürgerRatHauses zu Fuß und mit dem Rad sowie die Anbindung an den ÖPNV muss verbessert werden, gegebenenfalls auch durch den Neubau einer Fußgänger- und Fahrradbrücke zum Burgplatz über die Schützenbahn und die Bernestraße.
Dringend benötigt wird auch ein städtebauliches Konzept für das nähre Umfeld des BürgerRathauses mit Alter Synagoge, Hotel Shanghai, Parkhaus an der Steeler Straße sowie dem zukünftigen Neubau der Frida-Levy-Gesamtschule.
Schließlich fordern wir Grüne, dass die Baulogistik beim Abbruch des ehemaligem Hauptbades und des Jobcenter-Gebäudes so erfolgt, dass die Umweltspur an der Schützenbahn baldmöglichst vollständig in Betrieb gehen kann.
Eine endgültige Zustimmung über den Bau und Baubeginn voraussichtlich im ersten Halbjahr 2020 ist für uns noch nicht ausgemacht. Vor einem endgültigen Beschluss erwarten wir noch detailliertere Informationen über Kosten und Kostenrisiken.“

Der Ratsantrag der Grünen zur Sitzung vom 25.9. im Wortlaut:
TOP 26:

Neubau eines BürgerRatHauses am Standort Steeler Straße - hier: Planungsleistungen für die Realisierungsphase

die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, der Rat der Stadt Essen beschließt:
die Stadtverwaltung wird aufgefordert,
1. mit dem Preisträger des Architektenwettbewerbs über eine alternative Fassadengestaltung für das Bürgerrathaus zu verhandeln, der auch den Einsatz von Photovoltaik-Anlagen an der Außenfassade und die Verwendung von Naturmaterialien überprüft.
2. den Stellplatzbedarf in der Tiefgarage im Lichte des Modal-Split-Ziels der Stadt Essen (25 % Fußverkehr, 25 % Radverkehr, 25 % ÖPNV, 25 % Autoverkehr) dahingehend zu überprüfen und vor der Beschlussfassung zum Bau und Baubeginn darzulegen, wie eine größere (rund 15 %ige) Stellplatzfläche für Fahrräder und damit einhergehend auch bzw. mehr Ladestationen für E-Bikes in der Tiefgarage umgesetzt werden kann. Darüber hinaus soll eine eigenständige Zufahrt für Fahrräder in die Tiefgarage überprüft werden.
3. zu prüfen, wie die Erreichbarkeit des BürgerRatHauses zu Fuß und mit dem Rad sowie die Anbindung an den ÖPNV verbessert werden kann.
4. bis Anfang 2020 zu prüfen, wie der Abbruch der Gebäude (Hauptbad, Jobcenter u.a.) verträglich mit den Planungen zur Einrichtung einer Umweltspur erfolgen (Koordination der Baulogistik, so dass die Umweltspur baldmöglichst vollständig in Betrieb gehen kann) und auf die Planungen zur Bahnhofstangente abgestimmt werden kann.
5. die Hebung von Synergien zwischen Rathaus und BürgerRatHaus mit Blick auf Sicherheits- und Serviceleistungen sowie Haustechnik zu überprüfen.
6. den Bau einer barrierefreien Fußgänger- und Fahrradbrücke zum Burgplatz über die Schützenbahn und die Bernestraße zum Bürgerrathaus zu prüfen oder alternativ eine ebenerdige Querung der Schützenbahn mit in die Prüfung einzubeziehen und eine entsprechende Kostenschätzung vorzulegen.
7. ein städtebauliches Konzept für das Umfeld des neuen BürgerRathauses zu erarbeiten, das im näheren Umfeld das Parkhaus, das Hotel Shanghai an der Steeler Straße, die Alte Synagoge am Edmund-Körner-Platz und den zukünftigen Neubau der Frida-Levy-Gesamtschule einbezieht.

So könnte nach dem prämierten Preisentwurf das künftige BürgerRathaus zwischen Steeler Strasse und der Schützenbahn aussehen. Die Grüne Ratsfraktion erkennt in diesen rationellen Zweckbau aber noch viele Veränderungsnotwendigkeiten, die möglichst früh festgezurrt werden müssen. Umweltfreundliche, wie ÖPNV-nahe Anbindung für die Besucher*innen, wie auch die Verbindung zum Burgplatz, die noch durch den Graben der vielspurigen Schützenbahn samt Autotunnel gestört ist, müssen gesichert werden.
Für das alte Hauptbad aus den frühen sechziger Jahren, vor seiner Schließung und Umfunktionierung zum "Haus des Sports" lange Zeit ein grandioser Schwimmpalast, naht jetzt der Abriß. Der künftige Bürobau an dieser Stelle, das sogenannte BürgerRathaus, soll viele jetzt noch in der Stadt verstreute Amtsstellen rationell zusammenführen. Um aber ebenso positiv wie das Hauptbad im Stadtgedächtnis anzukommen, müssen nach Meinung der Grünen beim neuen BürgerRathaus noch viele Konzeptänderungen durchgesetzt werden.
Autor:

Walter Wandtke aus Essen-Nord

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