FOM Studierende befragten mehr als 2.000 Menschen in Essen
Weihnachten im Corona-Jahr: Gesundheit und gemeinsame Zeit wichtiger als Geschenke

Die FOM hat 2.074 Essenerinnen und Essener für eine Studie interviewt.
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Für die Essener Bürgerinnen und Bürger sind teure Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr zweitrangig. In Zeiten von Corona stehen Gesundheit und gemeinsame Zeit bei ihnen an erster Stelle. Das ergab eine Umfrage der FOM Hochschule für Oekonomie & Management, bei der Studierende 2.074 Essenerinnen und Essener zwischen 12 und 99 Jahren interviewt hatten.
 

So geben sie im Mittel 461 Euro für Geschenke aus, das sind fast 40 Euro weniger als der Bundesdurchschnitt. Zudem fühlt sich die Mehrheit (rund 71 Prozent) beim Weihnachtseinkauf trotz Hygiene-Auflagen nicht unbedingt sicher – für viele sind Menschenansammlungen sogar ein Grund, jetzt häufiger als vor der Krise im Internet zu bestellen. 

Insgesamt 91 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen die Gesundheit der Familie wichtiger sei als teure Geschenke. Auch auf gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie legt die große Mehrheit der Menschen in der Ruhrgebietsstadt (88 Prozent) dieses Jahr mehr Wert als darauf, ihnen großzügige Weihnachtspräsente zu machen. Nur 23 Prozent der Befragten wollen zum Schutze der Gesundheit auf Familienbesuche an den Feiertagen verzichten.

Zeit verschenken – weniger Gutscheine für Reisen

Auch das Schenkverhalten ist 2020 ein besonderes: Drei von vier Befragten in Essen (76 Prozent) planen, Zeit miteinander zu verschenken, allen voran die Generation der 12- bis 23-Jährigen (82 Prozent). Bei den materiellen Geschenken stehen Gutscheine für gut jeden Zweiten (54 Prozent) in Essen zwar weiterhin hoch im Kurs, gleichzeitig gaben aber deutlich mehr als die Hälfte der Befragten (66 Prozent) an, aufgrund der ungewissen Aussichten weniger Gutscheine für Reisen als gewöhnlich zu verschenken. Grundsätzlich ist die Geschenke-Hitliste im Vergleich zu den Vorjahren relativ konstant: Besonders beliebt in Essen sind nach wie vor Kosmetik und Körperpflegeprodukte (47 Prozent), Spielwaren (46 Prozent), Uhren und Schmuck (44 Prozent) sowie Bücher beziehungsweise Schreibwaren (42 Prozent). Weit abgeschlagen hingegen finden sich eher traditionelle Konsumgüter wie Heimtextilien (15 Prozent) und Lederwaren (12 Prozent).

Einkaufszentrum noch vor Internet

Trotz Corona-Pandemie bleibt das Kaufverhalten in Essen beständig: Für die Mehrheit der Befragten ist das Einkaufszentrum in der Innenstadt nach wie vor die wichtigste Einkaufsmöglichkeit (66 Prozent) – noch vor dem Internet (64 Prozent). Dennoch: Nicht einmal jeder Dritte (29 Prozent) fühlt sich beim Geschenke-Kauf in den Geschäften sicher. 35 Prozent der Befragten bestellen in diesem Jahr ihre Geschenke deshalb häufiger als sonst im Internet, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Weitere Gründe für vermehrtes Online-Shopping im Vergleich zur Vorkrisenzeit sind die größere Auswahl (38 Prozent), die einfache Handhabung (32 Prozent) und die schnelle Lieferung (29 Prozent). Die Unterstützung des stationären Einzelhandels ist den Essener Bürgerinnen und Bürgern nur bedingt wichtig: Lediglich 34 Prozent der Befragten haben vor, deshalb Geschenke in der Umgebung zu kaufen, bei den 12- bis 23-Jährigen sind es sogar nur 20 Prozent.

Autor:

Charmaine Fischer aus Essen

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