Immer wieder erhält die BV Beschwerden der Bürger über marode Straßen und Verkehrsverstöße
In den Straßen des Bezirkes

Marode Straßen wie hier die Jacobsallee prägen das Bild nicht nur in Heidhausen.  
Foto: Henschke
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  • Marode Straßen wie hier die Jacobsallee prägen das Bild nicht nur in Heidhausen.
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Die Bezirksvertretung hatte sich in ihrer jüngsten Sitzung ausführlich mit dem Zustand ihrer Verkehrsstruktur zu beschäftigen. Immer wieder beschweren sich Bürger über marode Straßen und Verkehrsverstöße.

In Kettwig vor der Brücke gab es Ärger im Bereich der Straße „Zur Alten Fähre“ und der dortigen Einlassstelle für Boote in die Ruhr. Autos würden durch rangierende Bootsanhänger beschädigt und die Bürgersteige durch diese Anhänger komplett zugeparkt. Das müsse verhindert werden. Gabriele Kipphardt betonte aber: „Die Jedermann-Slipanlage findet großen Anklang. Die Bootstrailer haben dasselbe Recht dort zu parken wie andere KFZ. Parkplätze nahe der Anlage sind aber wichtig. Unser Ziel sollte es sein, Wassersport zu ermöglichen. Wir müssen ja nicht gleich eine Marina bauen für Kettwig. Obwohl…“ Daniel Behmenburg hatte festgestellt, dass dort auch viele professionelle Anbieter von zum Beispiel Kanutouren für lange Zeit parkten. Man solle hier eine Regelung finden im Sinne des guten Miteinanders. Die Verwaltung wird gebeten, gemeinsam mit der Bezirksvertretung eine Lösung herbeizuführen. Doch Benjamin Brenk erwähnte noch ein Problem: „Ein großer Teil des Bereiches gehört der Bezirksregierung Düsseldorf.“

Anwohner sind uneins

In Kettwig ist die Straße „Auf der Forst“ heiß umstritten. Hanslothar Kranz erklärte, bereits 2014 habe sich die BV mit dem Thema beschäftigt. Das Bild sei uneinheitlich: Ein Anwohner wünsche eine Spielstraße, ein anderer eine Einbahnstraße, ein weiterer eine Anliegerstraße oder die Anbringung eines Spiegels. Die Politik wollte damals Halteverbote, das wollten die Anwohner nicht. Die BV richtete also einen Appell an sie, sich zunächst vor Ort auf eine Lösung zu einigen. Nun teilten Anwohner mit, es bestehe akuter Handlungsbedarf. Die Straße werde zu 80 Prozent von Nicht-Anwohnern genutzt, die von Ruhrtalstraße zu Schmachtenbergstraße abkürzen wollten. Zudem entstünden auf dem ehemaligen Gelände der „Résidence“ ein größerer Wohnkomplex und ein paar Meter weiter der nächste. Der Bauverkehr sei eine weitere Belastung. Gabriele Kipphardt wollte zunächst die beiden großen Baustellen abwarten, Daniel Behmenburg hält eine Anliegerstraße für denkbar. Er möchte dann aber die Emil-Kemper-Straße mit einbeziehen. Die Bezirksvertretung beschloss einen Ortstermin, sobald Corona es zulasse.

Marode Straßen

Den Heidhausern liegt der marode Straßenzustand ihres Stadtteils schwer am Herzen. Große Schlaglöcher und schnell wieder aufgerissene
flüchtige Ausbesserungsversuche prägten das Bild. Der Straßenverkehr
habe stark zugenommen, auch durch schwere Baufahrzeuge. In den
vergangenen Jahren sei in Heidhausen halt viel gebaut worden. Die
Jacobsallee als reguläre Zufahrtstraße zu Barkhovenallee, Barkhovenhöhe
und Friedrich-Küpper-Weg sei auch noch durch den Busverkehr in
Mitleidenschaft gezogen. Die Stadt Essen, die durch die vielen
Baumaßnahmen entsprechende Einnahmen bezogen habe, müsse doch nun in der
Lage sein, die ramponierten Straßen endlich fachgerecht zu sanieren und
nicht nur immer die Löcher zu stopfen. Dazu hielt Stephan Sülzer fest:
„Es sind weitere Neubaugebiete zu erwarten. Aber die Bürger haben recht
damit, dringend notwendige Reparaturen anzumahnen. Aber drohen ihnen
dann Straßenbaubeiträge?“ Michael Bonmann merkte an: „Der
Baustellenverkehr mit seinen schweren LKWs macht die Straßen kaputt. Da
müssten doch die Verursacher zahlen.“
Anwohner hatten festgestellt, dass viele Kraftfahrzeugführer das Einfahrtverbot in die Barkhovenallee
schlichtweg ignorieren. Vielleicht sei es ratsam, das eventuell
verwirrende Tempo 30-Schild weiter nach hinten zu verlagern.
Bezirksbürgermeister Brenk hatte sich eingeschaltet und die
Verkehrsbehörde umgehend reagiert. Der Schildermast wurde an die
Einmündung der Barkhovenhöhe versetzt. Benjamin Brenk freute sich sehr,
dass dieser Hinweis der Heidhauser Bürger so schnell und unbürokratisch umgesetzt wurde. Auch Stephan Sülzer war froh, wie flott hier gehandelt wurde. Ebenso erfreulich sei das Vorgehen bei der oft missachteten Tempo 30 Zone am Viehauser Berg: „Toll, dass das mit den Piktogrammen so schnell geklappt hat.“

Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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