Niedergang des Aalto-Theaters
FDP-Fraktion fordert mehr Mut zu Reformen

Das Essener Aalto-Theater, einst bundesweites kulturelles Aushängeschild, verkommt immer mehr zum Sorgenkind

Essen erlebt den Tiefpunkt seines kulturellen Aushängeschildes: Das international gefeierte Aalto-Theater, einst Opernhaus des Jahres, ist 2025 zum Sorgenkind verkommen. Intendantinnen scheitern, Ensembles sind zerstritten, Publikum bleibt fern – Spitzenkräfte der Branche meiden Essen.
Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Essen sieht die Ursachen nicht allein im schwierigen Umfeld, sondern vor allem in hausgemachten Fehlern.
„Kulturdezernent Muchtar Al Ghusain hat es über Jahre hinweg versäumt, klare Leitlinien für eine nachhaltige Kulturpolitik zu setzen und bei Schlüsselentscheidungen auf fachliche Expertise zu vertrauen“, so Dr. Karlgeorg Krüger, kulturpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. „Stattdessen wurden Findungskommissionen mit rein lokalen Größen besetzt, die der nationalen Theaterlandschaft wohl nicht gewachsen waren. Die Folge: Fehlbesetzungen in Serie, die das Haus in die Bedeutungslosigkeit geführt haben.“
Gleichzeitig dürfte auch Barbara Rörig (CDU) als Vorsitzende des TuP-Aufsichtsrates erhebliche Mitverantwortung tragen, da immer wieder Personalentscheidungen abgesegnet und Fehlentwicklungen hingenommen wurden, die heute in einer tiefen Krise münden.
Zusätzlich sorgt, laut Dr. Krüger, auch der langjährige Betriebsratschef Adil Laraki durch permanentes Störfeuer und Machtspiele immer wieder für Unruhe auf allen Ebenen und belastete so das Verhältnis zu Geschäftsführern und Intendanten gleichermaßen.
„Dieses Verhalten wird in der Szene durchaus wahrgenommen und hat den Ruf der TuP weit über Essen hinaus massiv geschädigt“, so Krüger. „Kein Wunder, dass Spitzenkräfte mittlerweile lieber einen großen Bogen um Essen machen.“
Auch Hans-Peter Schöneweiß, Vorsitzender der FDP-Fraktion, warnt: „Essen darf sein kulturelles Flaggschiff nicht sehenden Auges an die Wand fahren. Ein Kulturdezernent, der beratungsresistent agiert, ein Aufsichtsrat, der seiner Verantwortung nicht gerecht wird, und interne Strukturen, die Misstrauen säen statt Vertrauen schaffen, sind für die jetzige Misere mitverantwortlich.“
Die FDP-Fraktion fordert endlich professionelle Strukturen, externe Expertise bei Personalentscheidungen und eine ehrliche Debatte über die Zukunft der TuP – inklusive einer Generalintendanz statt teurer Parallel-Intendanturen. Nur mit Transparenz, Mut und Reformen kann das Aalto wieder vom Sorgenkind zum Juwel werden.

Community:

Peter Pfeffer (EBB/FDP-Ratsfraktion) aus Essen

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