Schluss mit ideologischer Verkehrspolitik
EBB/FDP-Fraktion fordert verlässlicher Verkehr statt Stau- und Verbotslogik
- Im Essener Norden sollen 109 Parkplätze für eine Fahrradstraße weichen. Die EBB/FDP-Fraktion sagt: SCHLUSS MIT DEM UNSINN
- hochgeladen von Peter Pfeffer (EBB/FDP-Ratsfraktion)
Essen bleibt laut aktuellem TomTom-Verkehrsindex die Stau-Hochburg in Nordrhein-Westfalen. Mit einer Stau-Rate von rund 39 Prozent liegt die Stadt an der Spitze im NRW-Vergleich, bundesweit auf Platz zwei hinter Berlin.
Für die EBB/FDP-Fraktion im Rat der Stadt Essen sind diese Zahlen ein deutlicher Weckruf.
„Diese Entwicklung zeigt klar, dass eine Verkehrspolitik, die den motorisierten Individualverkehr weiter ausbremst, ohne funktionierende Alternativen zu schaffen und die Probleme verschärft, statt sie zu lösen“, erklärt Ratsherr Wilfried Adamy von der EBB/FDP-Fraktion. „Wir müssen die Mobilität insgesamt stärken – nicht ein Verkehrsmittel gegen das andere ausspielen.“
Besonders kritisch sieht die EBB/FDP-Fraktion die weiterhin unzuverlässige Situation im öffentlichen Nahverkehr. Störungen auf wichtigen Bahn- und Busstrecken, überfüllte Züge, Verspätungen und Ausfälle sorgen dafür, dass Pendler und Familien weiterhin auf das Auto angewiesen bleiben.
„Solange Bus und Bahn nicht verlässlich fahren, bleibt der Pkw für viele Menschen schlicht unverzichtbar“, so Adamy. „Wer gleichzeitig Straßen verengt, Fahrspuren reduziert und Parkraum abbaut, produziert zusätzlichen Stau und Frust.“
Ein aktuelles Negativbeispiel für diese Verkehrspolitik ist aus Sicht der EBB/FDP-Fraktion die geplante neue Fahrradstraße in Essen-Katernberg. Dort plant die Stadt zu Lasten von rund 109 Parkplätze, die nach der Umgestaltung wegfallen würden, eine rund 2,4 Kilometer lange Fahrradstraße von der Theobaldstraße bis zum Bolsterbaum.
„Grundsätzlich unterstützen wir sichere Radwege, aber was hier geplant ist, geht einseitig zulasten der Anwohnerinnen und Anwohner sowie des ruhenden Verkehrs“, so Adamy. „Es braucht nicht weniger Auto, sondern bessere Mobilität für alle. Dazu gehört auch ausreichend Parkraum. Nur so reduzieren wir unnötigen Verkehr, statt ihn künstlich zu verknappen.".
Die EBB/FDP-Fraktion fordert deshalb ein klares Umdenken in der Essener Verkehrspolitik. Notwendig seien nicht nur ein verlässlicher, leistungsfähiger und attraktiver ÖPNV sowie sichere und durchgängige Rad- und Fußwege, sondern auch eine intelligente Verkehrsführung und ausreichend Parkflächen an den richtigen Stellen, statt pauschaler Einschränkungen.
„Essen braucht eine realistische, ausgewogene und pragmatische Verkehrspolitik“, so Adamy abschließend. „Nur mit funktionierenden Alternativen und einem fairen Miteinander aller Verkehrsteilnehmer lässt sich die Stauproblematik nachhaltig reduzieren – alles andere ist reine Verdrängungspolitik.“
Community:Peter Pfeffer (EBB/FDP-Ratsfraktion) aus Essen |

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