Nur die Leistung zählt

Valerie Tessmer fühlt sich wohl in ihrem "Männerberuf".

Bereits zum zwölften Mal findet am 26. April der Girls’ Day statt. An diesem Tag haben Mädchen die Gelegenheit, in Berufe aus Technik, Naturwissenschaft, Handwerk und IT hineinzuschnuppern. Langfristig soll so der Beschäftigungsanteil von Frauen in Technik, IT, Handwerk und Naturwissenschaften angehoben werden.

Eine Frau, die bereits erste Erfahrungen in einem so genannten „Männerberuf“ gesammelt hat, ist Valerie Tessmer. Die 21-Jährige absolviert derzeit eine Ausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik bei der Firma Elektrotechnik Marko George in Gelsenkirchen. „Ich habe meine Ausbilung Anfang letzten Jahres begonnen und finde diesen Beruf richtig interessant. Wir stellen Schaltschränke her, die die Steuerung von Maschinen übernehmen. Spezialisiert ist unser Betrieb unter anderem auf die Mess- und Regeltechnik“, erzählt die Gelsenkirchenerin, die nach ihrem Abitur zunächst ein Praktikum in dem Familienbetrieb absolvierte und schnell merkte, dass dieser Beruf genau ihr Ding ist.

„Dass ich in einem Männerberuf arbeite, stört mich überhaupt nicht. Ich bringe hier genauso meine Leistung wie die männlichen Kollegen, und das ist, was zählt. Ich komme ohnehin besser mit Männern als mit Frauen klar. Und dass ist überwiegend mit Männern zu tun habe, kann auch durchaus seine Vorteile haben, wenn ich in kniffligen Situationen meinen Charme spielen lasse“, sagt Valerie Tessmer mit einem Schmunzeln. Negative Erfahrungen hat sie dabei bislang nicht gemacht. „Es kommt natürlich auch vor, dass mich Mitarbeiter anderer Firmen, bei denen wir tätig sind, seltsam anschauen, weil ich eine der wenigen Frauen in unserem Beruf bin. Aber spätestens dann, wenn ich mit meinen Kollegen über Fußball rede, ist das Eis gebrochen“, weiß die Auszubildende, die – wie könnte es anders sein – Fan von Schalke 04 ist.

Derzeit befindet sich Valerie Tessmer im zweiten Lehrjahr, 2014 ist dann die Ausbildung beendet. Und auch schon für die Zeit danach hat sie konkrete Pläne: „Mein Chef möchte, dass ich nach der Ausbildung bei ihm im Betrieb bleibe und hier nach Möglichkeit meine Meisterprüfung mache“, sagt die Gelsenkirchenerin, die auch noch einen guten Tipp für andere junge Frauen hat: „Ich kann meinen Beruf wirklich nur jeder Frau empfehlen. Wer Spaß an Technik und Mathematik hat, ist hier genau richtig. Und wenn man dann noch mit so tollen Kollegen arbeiten kann wie ich, ist das einfach klasse.“

Autor:

Markus Tillmann aus Essen-Kettwig

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