"Land unter!": An der Mottbruchhalde brauchen Spaziergänger und Radfahrer Schwimmflossen

Vielleicht idyllisch anzusehen, aber für Radfahrer und Spaziergänger nicht einladend: Die Wege zur „Mottbruchhalde“ an der Stadtgrenze zwischen Brauck und Bottrop befinden sich in einem katastrophalen Zustand.
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Die „Mottbruchhalde“ an der Stadtgrenze zwischen Brauck und Bottrop - eine Abraumhalde, die scheinbar auch künftig für Negativ-Schlagzeilen sorgen möchte.

Über viele Jahre hinweg rollten schwere Lkw durch den Gewerbepark und auch durch Brauck, um den Zechen-Abraum auf die Halde zu befördern. Die Halde wuchs und wuchs und sollte eigentlich, so war es am Anfang geplant, als „Landmarke“, einen Vulkan erhalten. Doch bislang ist von dem Vulkankegel nichts zu sehen und vielmehr gibt es eine nicht enden wollende Diskussion um die Nutzung der Halde für die Errichtung von Windrädern.

Streit um Windräder-Nutzung

Während die Gladbecker Grünen den Bau dieser Anlagen für Energiegewinnung befürworten, wehren sich die Bürger im Gladbecker Süden, angeführt von der örtlichen SPD, gegen eine derartige „Verschandelung“ der Halde. Aber auch die „Ruhrkohle AG“ (RAG) als Besitzer liebäugelt ganz offen mit Windrädern, schließlich könnte man durch deren Einsatz noch ein paar Euro einnehmen.

Dazu gibt es im Stadtrat aber keine Windräder-Mehrheit. Aus seiner ablehnenden Haltung macht auch Bürgermeister Ulrich Roland keinen Hehl. Er fordert für Gladbeck ebenfalls eine „Landmarke“, verweist auf die Halden in den Nachbarstädten, die in Bottrop vom Tetraeder oder in Gelsenkirchen vom Nordsternturm samt Herkules geprägt werden. Und Gladbeck solle mit Windrädern abgespeist werden, polterte Bürgermeister Roland noch im Jahr 2015.

Gartenteichgroße Pfütze

Windräder hin oder her, derzeit ist die Mottbruchhalde nicht einmal als Naherholungsgebiet nutzbar. Denn die Wege am Haldenfuß befinden sich einem erbärmlichen Zustand. So zum Beispiel der Zugang ab der Welheimer Straße, wo Radfahrer und Wanderer/Spaziergänger nach wenigen Metern vor einem schier unüberwindbaren Hindernis in Form einer mindestens gartenteichgroßen Pfütze stehen.

„Locker 30 bis 40 Meter lang und auch ganz schön tief,“ beklagt sich der Braucker Bernhard Szwankowski. „Der Weg wird gerne genutzt, wenn es aber nur mal etwas stärker geregnet hat, nicht mehr passierbar.“ Und ein Ausweichen auf den Grünstreifen neben der Fahrspur ist auch nicht empfehlenswert, da Radfahrer als auch Fußgänger dort sofort im Morast versinken. Inzwischen gibt es aber einen etwa 20 Meter neben der Pfütze durch Gebüsch führenden Trampelpfad.

Nutzung als "Naturschwimmbad"?

Bernhard Szwankowski hat auch schon Kontakt mit der Stadt Gladbeck aufgenommen, landete schließlich beim „Fachbereich Grün“ des „Zentralen Betriebshofes“ (ZBG). Hier habe man interessiert zugehört, so der Braucker. Doch ein Eingreifen der Stadt Gladbeck sei aktuell nicht möglich, da für den Unterhalt der Wege an und auf der Mottbruchhalde die „RAG“ als Besitzerin zuständig sei.

Und so empfiehlt sich erst einmal für Ausflüge zur Mottbruchhalde die Mitnahme von Schwimmflossen. Oder überlegt die „RAG“ die Nutzung des Areals für ein Naturschwimmbad? Würde zumindest zur Nutzung „Naherholung“ passen...

Vielleicht idyllisch anzusehen, aber für Radfahrer und Spaziergänger nicht einladend: Die Wege zur „Mottbruchhalde“ an der Stadtgrenze zwischen Brauck und Bottrop befinden sich in einem katastrophalen Zustand.
Nein, das ist kein Foto von „Nessie“ samt Nachwuchs. Aber für „Quietschetierchen“ ist die Riesenpfütze an der Mottbruchhalde ein wahres Paradies.
Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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