Streit um Folgenutzung der ehemaligen "Markuskirche" ist wieder neu entbrannt
Gladbecker CDU wirft der SPD "Armutszeugnis" vor

Die ehemalige "Markuskirche" an der Bülser Straße in Gladbeck-Ost war über viele Jahre hinweg die Heimat des "Martin-Luther-Forums". Seit dem Ende des Forums steht das Gebäude leer und nun ist der Streit zwischen CDU und SPD um die Folgenutzung neu entbrannt.
  • Die ehemalige "Markuskirche" an der Bülser Straße in Gladbeck-Ost war über viele Jahre hinweg die Heimat des "Martin-Luther-Forums". Seit dem Ende des Forums steht das Gebäude leer und nun ist der Streit zwischen CDU und SPD um die Folgenutzung neu entbrannt.
  • Foto: Archiv Kariger/STADTSPIEGEL Gladbeck
  • hochgeladen von Uwe Rath

Streit um ehemaliges "Martin-Luther-Forum" Gladbeck-Ost. Bei den Gladbecker Christdemkraten herrscht "völliges Unverständnis". Grund hierfür ist nach Angaben der CDU die Weigerung der SPD, im städtischen Kulturausschuss die Folgenutzung der ehemaligen Markuskirche an der Bülser Straße in Gladbeck zu beraten.

Seit September 2018 stehe die Immobilie leer, beklagt sich Andeas Wilmes, CDU-Sprecher im Kulturausschuss. Dabei habe die Verwaltung der Stadt Gladbeck noch 2008 rund 800.000 Euro Städtebauförderungsmittel entgegengenommen, damit ein Verein von privaten Gladbecker Bürgern die ehemalige Kirche umbauen und für kulturelle Veranstaltungen nutzen könne.

"Mit dem Geld hat der Martin Luther Forum Ruhr e.V. die ehemalige Markuskirche zu einem Kulturort ersten Ranges mit überregionaler Bedeutung entwickelt," lobt Willmes die Arbeit in den vergangen Jahren. Weiter führt Willmes aus, das mehr als 60.000 Menschen zwischen 2009 und 2018 die hochkarätigen Kunstausstellungen, Musikkonzerte, Gesprächsabende, Theateraufführungen sowie Bildungsveranstaltungen an der Bülser Straße hätten. Dabei sei das gesamte Programm von ehrenamtlich engagierten Bürgern der Stadt gestemmt worden.

„Ungeachtet der Frage, wie es dazu gekommen ist, dass der Verein sein Engagement nach 10 Jahren herausragender Kulturarbeit, eingestellt hat, ist es ein Armutszeugnis, dass die Kolleginnen und Kollegen der SPD nicht über eine adäquate Folgenutzung diskutieren wollen“, richtet Andreas Willmes deutliche Kritik in Richtung des politischen Gegners. „Die durch die Verwaltung der Stadt avisierte Nutzung des architektonisch wertvollen Gebäudeensembles durch die VHS für Sprachkurse ist keine echte Alternative. Sie kann die Stadt vielleicht vor einem finanziellen Schaden bewahren. Ein Ersatz für das, was der Stadt kulturell verloren geht, ist es jedenfalls nicht. Schade, dass die SPD das nicht begreifen will.“

Willmes kündigt nun an, im Haupt- und Finanzausschuss am 1. April den Aspekt der kulturellen Folgenutzung noch einmal thematisieren zu wollen. „In dieser Sitzung wird es aber auch um finanzielle Fragen und Verantwortlichkeiten gehen“, erklärt er abschließend.

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