Neubaupläne für Gladbecker Heisenberg-Gymnasium sorgen weiter für Wirbel: Rats-Sondersitzung statt Informationsveranstaltung

Der geplanten Neubau des Heisenberg-Gymnasiums sorgt weiter für Gesprächsstoff. Daher lädt Bürgermeister Ulrich Roland alle Mitglieder des Stadtrates am Montag, 5. November, zu einer Sondersitzung ein, in der die Politiker nochmals über die Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel abstimmen sollen.
  • Der geplanten Neubau des Heisenberg-Gymnasiums sorgt weiter für Gesprächsstoff. Daher lädt Bürgermeister Ulrich Roland alle Mitglieder des Stadtrates am Montag, 5. November, zu einer Sondersitzung ein, in der die Politiker nochmals über die Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel abstimmen sollen.
  • Foto: Stadt Gladbeck
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Wo: Heisenberg-Gymnasium, Konrad-Adenauer-Allee, 45964 Gladbeck auf Karte anzeigen

Gladbeck. Neue Entwicklung in Sachen "Neubau des Heisenberg-Gymnasiums": Bürgermeister Ulrich Roland schlägt dem Stadtrat nun eine erneute Abstimmung über die Bereitstellung der nötigen Finanzmittel vor.

Über dieses Vorgehen informierte jetzt Gladbecks Stadtoberhaupt alle Mitglieder des Rates und zu einer Sondersitzung am Montag, 5. November, eingeladen. „Unstreitig ist: Alle Mitglieder des Rates wollen den Neubau. Allerdings haben wir es auf den letzten Metern bei der Planung dieses Großprojektes nicht geschafft, die abgeschlossenen Pläne und das verbindliche Preisangebot für jeden nachvollziehbar zu begründen. Diese Informationslücke wollen wir mit einer erneuten Sitzung und einer transparenteren Erklärung schließen," begründet Roland sein Vorgehen.

In der Sitzung am 5. November will die Verwaltung nun die Differenz zwischen der reinen Modellrechnung von 2015 (25 Millionen Euro) und dem Neubau (35 Millionen Euro) ausführlicher als bisher darstellen. Erster Beigeordneter und Schuldezernent Rainer Weichelt versucht sich bereits in "Aufklärung": „Die Modellrechnung aus dem Jahr 2015 ist von anderen Voraussetzungen ausgegangen. Klar war seit längerem, dass wir keinen reinen Ersatzbau, sondern einen Neubau auf größerer Fläche bauen. Auch die höheren Raumanforderungen wegen des Wechsels von G8 auf G9, der Ausbau des Heisenberg-Gymnasiums zur Ganztagsschule und das neue Inventar und die Gestaltung des Außengeländes wurden noch nicht in die Modellrechnung einbezogen.“

Außerdem, so Rainer Weichelt, seien auch Preissteigerungen noch nicht einberechnet gewesen. „Diese Differenz haben wir nicht transparent genug kommuniziert. Allerdings sind derartige Planungen mittlerweile durch das EU-Vergaberecht derart kompliziert geworden, dass wir ständig einen schwierigen Balanceakt zwischen der wichtigen Kommunikation mit Rat und Öffentlichkeit und strikter Vertraulichkeit schaffen müssen.“

In der Ratssitzung am 5. November können die Ratsmitglieder nun also nochmals über die Bereitstellung der nötigen Finanzmittel entschieden werden. Die Sondersitzung wurde übrigens möglich, da der erfolgreiche Bieter der Verwaltung eine Fristverlängerung bis zum 14. November eingeräumt hat. Aus dem Rathaus wird versichert, dass eine Unterzeichnung des Vertrages bis zum erneuten Votum des Rates nicht erfolgen werde.

Die Sondersitzung am 5. November ist öffentlich und beginnt um 17 Uhr im Ratssaal. Im Gegenzug wurde dafür die für 30. Oktober geplante Informationsveranstaltung abgesagt.

Seitens der Stadtverwaltung wird ausgeführt, das dem Neubau des Heisenberg-Gymnasiums ging seit 2013 ein langer Entscheidungsprozess in den politischen Gremien (insgesamt 15 Sitzungen) vorausgegangen sei. 2015 habe denn der Rat auch mit 42 Ja-Stimmen den Neubau im Rahmen eines PPP-Modells beschlossen.

Bürgermeister Ulrich Roland wirbt nochmals um die Zustimmung der Politiker: „Um das von allen gewollte Projekt, das so wichtig für die Schulfamilie des Heisenberg-Gymnasiums, aber auch für die gesamte Gladbecker Bildungslandschaft ist, nicht zu belasten, hoffe ich, dass wir den Informationsmangel heilen können und zu einem guten Ergebnis kommen.“

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