Pleite für Gladbecker Bürgerforum: "Messungen sind nicht korrekt"!

Wo: B 224/Essener Straße, Gladbeck auf Karte anzeigen

Gladbeck/Münster. Eine "krachende Niederlage" einstecken musste jetzt das "Gladbecker Bürgerforum": Im Mai hatte man die Münsteraner Bezirksregierung angeschrieben und dabei angeprangert, dass auf der B 224 nach der Installierung der Trennwände zwischen den Richtungsfahrbahnen zu geringe Fahrbahnbreiten vorliegen würden. Hierfür hatten "Bürgerforum"-Mitglieder auch die Ergebnisse eigener Messungen vorgelegt.

Doch den Ausführungen der Kritiker mag die Bezirksregierung in keinster Weise Folge leisten, weist die Vorwürfe in einem Antwortschreiben vielmehr strikt zurück. In dem Brief heißt es: "Die vom Bürgerforum durchgeführten Messungen werden nicht anerkannt. Die Fahrstreifen und Fahrbahnbreiten sind richtlinienkonform."

Richtlinienkonform

Bei ihren Ausführungen beruft sich die Bezirksregierung unter anderem auch auf eine Stellungnahme des Landesbetriebes "Straßen.NRW". In dieser Stellungnahme wird zudem von "Straßen.NRW" das vom Bürgerforum geforderte Überholverbot für Kraftfahrzeuge aller Art im Bereich der B 224 auf Gladbecker Stadtgebiet abgelehnt.

Eine Absage erteilt "Straßen.NRW" darüber hinaus der Forderung einer dauerhaften Geschwindigkeits-Reduzierung von 70 auf 50 Stundenkilometer. Vielmehr wird deutlich gemacht, dass die aktuell geltende Tempo-Reduzierung zwischen der Goethestraße und der Anschlussstelle Essen/Gladbeck in beide Fahrtrichtungen zeitlich begrenzt und Fahrbahndschäden als auch Spurrillen geschuldet sei.

Zeitlich begrenzt

In dem Schreiben macht die Bezirksregierung auch noch einmal deutlich, dass die Stadt Gladbeck selbst die Möglichkeit habe, eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer anzuordnen. Diese müsse aber im Benehmen mit "Straßen.NRW" geschehen. Konkret bedeut dies, dass die Stadt ein Tempolimit ohne Zustimmung des Landesbetriebes nicht anordnen darf.

Seitens der Stadt Gladbeck wird in diesem Zusammenhang daran erinnert, dass die Stadt schon im Jahr 2013 versucht habe, eine Temporeduzierung zu erreichen. Die damalige ablehnende Haltung werde nun durch die neueste Stellungnahme von "Straßen.NRW" gegenüber der Bezirksregierung noch einmal bestätigt.

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