Corona-Infektionszahlen in Hattingen steigen
Bürgermeister Glaser appelliert zu mehr Vorsicht

Bürgermeister Dirk Glaser ist auch Leiter des städtischen Stabes für außergewöhnliche Ereignisse.
  • Bürgermeister Dirk Glaser ist auch Leiter des städtischen Stabes für außergewöhnliche Ereignisse.
  • Foto: Roland Römer
  • hochgeladen von Michael Köster

Die Anzahl der Corona-Infizierten in Hattingen hat sich über das Wochenende verdoppelt: Waren am Freitag zwölf Bürger mit dem Corona-Virus infiziert, gibt es nun 22 nachweislich Erkrankte. Grund für Bürgermeister Dirk Glaser, zugleich Leiter des städtischen Stabes für außergewöhnliche Ereignisse ist, an die Vernunft eines jeden Einzelnen zu appellieren und das dynamische Infektionsgeschehen einzuordnen.

„Die Stadtverwaltung beobachtet das Geschehen sehr kritisch. Ich bitte jeden Einzelnen: Halten Sie sich an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln. Jeder ist in unserer Stadt auch mitverantwortlich, die Infektionszahlen aktiv einzudämmen und das können wir alle gemeinsam mit einfachen Regeln im Alltag schaffen“, betont Bürgermeister Dirk Glaser. Ein Mund- und Nasenschutz solle ebenfalls an öffentlichen Plätzen getragen werden, wo viele Menschen aufeinander treffen, beispielsweise in Warteschlangen vor Geschäften oder an Bus- und Bahnhaltestellen.
Auch der regelmäßig tagende städtische Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) stuft die Entwicklungen als bedenklich ein. Das Gesundheitsamt in Schwelm untersucht aktuell noch den Infektionsverlauf in Hattingen, momentan scheint die Zahl der Erkrankten durch zahlreiche Einzelfälle sprunghaft angestiegen zu sein. Private Feiern wie Hochzeiten, die in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen zu rasant steigenden Corona-Infizierten geführt haben, sind nach erster Einschätzung des SAE in Hattingen nicht ausschlaggebend, 
„Wir möchten natürlich alle nicht, dass es zu weiteren lokalen Maßnahmen kommt. Aber Städte wie Gelsenkirchen und Hamm zeigen, wie schnell die steigende Anzahl von Infizierten auch Konsequenzen hat und zu weiteren Einschränkungen im sozialen und öffentlichen Leben führen kann. Das wollen wir in Hattingen verhindern. Dafür sind aber alle Bürger gefragt, ihren Teil zu leisten“, appelliert Bürgermeister Dirk Glaser.
Ein Thema im Krisenstab ist auch der Umgang mit den steigenden Quarantäne-Fällen. Aktuell befinden sich 197 Bürger in Quarantäne, letzte Woche waren nur 44 betroffen. „Die Stadtverwaltung weist nochmal ausdrücklich darauf hin, dass eine Quarantäne- Anordnung durch das Gesundheitsamt Pflicht ist. Die Kollegen vom Ordnungsamt werden ab sofort auch aktiv Haushalte kontrollieren, für die eine Quarantäne-Pflicht herrscht. Das ist ein klares Signal, dass wir die Entwicklungen sehr ernst nehmen und alles Mögliche in die Wege leiten, um Schlimmeres zu verhindern“, so Dirk Glaser.

Autor:

Michael Köster aus Essen-Borbeck

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