Thema Behinderten-WC

Um das „stille Örtchen“ mit diesem Symbol in der zweiten Etage vom Reschop Carré geht es.
  • Um das „stille Örtchen“ mit diesem Symbol in der zweiten Etage vom Reschop Carré geht es.
  • hochgeladen von Roland Römer

Warum passt ausgerechnet im Reschop Carré der bundesweit funktionierende Schlüssel für die Behindertentoilette im zweiten Obergeschoss nicht? Diese Frage wurde der STADTSPIEGEL-Redaktion in den letzten Tagen gleich mehrfach gestellt.
Zur Erläuterung für alle Nicht-Behinderten: Laut Sozialverband VdK, wie der ursprüngliche „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands“ seit 1994 nur noch kurz heißt, entwickelte Mitte der 80er Jahre der „Club Behinderter und ihrer Freunde, Darmstadt und Umgebung e.V. (CBF)“ das Konzept zum einheitlichen Schlüssel für Behinderten-Toiletten in Raststätten auf Autobahnen und mehr. Mittlerweile sind Behinderten-Toilettenanlagen, die mit Hilfe dieses so genannten „Euro-Schlüssels“ genutzt werden können, nicht nur deutschlandweit sondern auch in Österreich und der Schweiz anzutreffen. Den Euro-Schlüssel können grundsätzlich nur schwerbehinderte Personen sowie Behinderteneinrichtungen erwerben. Ein Schlüssel kostet derzeit 18 Euro.
Fürs Reschop Carré sei er aber nicht notwendig, so Center-Manager Jörg Waldrich auf STADTSPIEGEL-Nachfrage: „Unser Behinderten-WC ist immer offen. Seit einiger Zeit haben wir keinen Toilettendienst mehr, sind aber auf der Suche danach. Momentan werden die Toiletten mehrmals täglich, was leider notwendig ist, durch unseren Reinigungsdienst sauber gehalten. Solange die Toilettenfrauen dort noch die Aufsicht hatten, gab es bei ihnen den Schlüssel für die Behindertentoilette. Das klappte meines Wissens nach auch immer problemlos. Da sich diesen Euro-Schlüssel aber nicht jeder Behinderte leisten kann oder möchte, halte ich unsere Regelung für die beste.“
Grundsätzlich wolle er aber nicht ausschließen, dass nicht doch irgendwann das Schloss zum Euro-Schlüssel eingebaut werde: „Auch ich bekomme in dieser Angelegenheit ja immer wieder Anfragen. Dann würden diese Stimmen endlich verstummen. Ob es dort dann sauberer bliebe als momentan, wage ich aber dennoch zu bezweifeln.“

Autor:

Roland Römer aus Hattingen

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