AWO berät Jugendliche in Sachen Liebe, Sex und Verhütung

Theo Bours, 41, ist Sozialpädagoge. Seit Mai verstärkt er das Team der AWO Beratungsstelle für Schwangerschaft und Familienplanung in der Thaerstraße in Kleve.

Als besonders wichtiger Baustein in Sachen Familienplanung, Sex, Liebe und Verhütung hat sich die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern erwiesen. Hier findet Bours eines seiner Arbeitsfelder.

„Noch vor neun Jahren wurden bei uns doppelt soviel ungesollt schwangere Minderjährige beraten als im Bundesdurchschnitt“, erinnerte Viktor Kämmerer, Geschäftsführer der AWO, an den Augenblick, in dem die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle dringenden Handlungsbedarf erkannten.
„Rund 10 Prozent der Frauen, die sich damals bei uns beraten ließen, waren minderjährig“, so Diplom-Pädagogin Nicole Saat, Leiterin der Beratungsstelle. Fest stand: Junge Menschen müssen beraten werden. Daraus entwickelte sich im Lauf der Jahre ein wirkungsvoller Beratungsmechanismus. „Wir besuchen Schulen. Wir kommen von außen - und wir vergeben keine Noten“, zählt Bours die Pluspunkte der Beraterinnen und Berater auf.

In den Schulen wird über all das geredet, was Jugendliche in der Pubertät in Sachen Liebe bewegt. „Wir haben schon vor einiger Zeit ein Spiel entwickelt, das sich an Wim Thoelkes ‚Spiel ohne Grenzen‘ orientiert. Bisher war es aus Pappe - jetzt haben wir uns dem medialen Zeitgeist angepasst und können dieses Spiel digital anbieten“, freut sich das Team. Und dann darf geantwortet werden. Je nach Schwierigkeitsgrad werden für jede richtig beantwortete Frage Punkte vergeben. „Welche fünf Geschlechtskrankheiten kennst Du?“ heißt beispielsweise eine Frage. Aber auch der richtige Umgang mit Kondomen wird erfragt und mit Hilfe eines kleinen Filmes erläutert. „Bundesweite Premiere“, kommentierte Viktor Kämmerer die Vorstellung.
Die Arbeit der Beraterinnen und Berater zeigt Wirkung: In den letzten Jahren sank die Zahl der minderjährigen Schwangeren, die die AWO-Beratungsstelle aufsuchten um rund die Hälfte.

Immer montags von 18 bis 19 Uhr wird ein Chat angeboten: Unter www.awo-kreiskleve.de können Jugendliche sich mit ihren Fragen an einen der Berater wenden.

Neu ist: Auch grudnschulen haben Bedarf angemeldet. Die AWO-Mitarbeietr werden künftig die vierten Klassen besuchen. Das Spiel wird an diese Altersgruppe angepasst. Schulen, die am Angebot interessiert sind, wenden sich an die AWO Kleve, Tel. 02821/8 99 39 49. Allerdings muss Wartezeit einkalkuliert werden. „Unser Terminkalender ist ziemlich voll - von einer Woche zur nächsten lässt sich da nichts machen“, so Nicole Saat.

Autor:

Annette Henseler aus Kleve

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