Der Klever Schleusen-Förderverein Stadt . Land . Fluss … Schluss? arbeitet an einer Gesamtlösung
Ehrenamtliche werben für einen Spoyland-Masterplan

Es ist vielleicht das weitreichendste Projekt seit Beginn des bürgerschaftlichen Engagements für die Schleuse in Brienen, für das der Klever Verein Stadt . Land . Fluss … Schluss? e.V. bereits seit einiger Zeit wirbt.
Zusammen mit der Stadt Kleve insbesondere der Verwaltung, den Ratsleuten und den Mitgliedern der politischen Ausschüsse, zahlreichen interessierten Vereinen, der Hochschule Rhein-Waal und vielen anderen Engagierten soll nach den Vorstellungen der ehrenamtlich tätigen Schleusen- und Spoykanal-Förderer ein Masterplan erarbeitet werden, der in Zukunft als Richtschnur für die weitere Entwicklung des Raums entlang des Spoykanals einschließlich der Schleuse in Brienen funktionieren soll. So lautet der Wunsch der Körperschaft, den der Vorsitzende bereits in einem Gespräch mit dem ersten Beigeordneten des Bürgermeisters der Stadt Kleve, Willibrord Haas vorgetragen hatte und dessen Zustimmung fand.

Nachdem das Düsseldorfer Ingenieurbüro Spiekermann im vergangenen September die Machbarkeitsstudie 2.0 zum Neubau einer Sportbootschleuse dem städtischen Plenum und der Öffentlichkeit vorgestellt hatte, steht nun die Meinungs- und Willensbildung der Gremien aus Stadtverwaltung und Kommunalpolitik mit anschließender Beschlussfassung über die Zukunft des Spoykanal-Areals einschließlich der Briener Schleuse auf den nächsten Tagesordnungen. Dabei richtet sich das Augenmerk vorwiegend auf technische Lösungen und auf die möglicherweise anfallenden Kosten sowie nicht zuletzt auf die Einbeziehung öffentlicher Förderkulissen für die Finanzierung der Baumaßnahme.

Eine solche hochpreisige Investition in die Infrastruktur der Stadt, nämlich in eine Bootsschleuse, löst allerdings nicht nur Bau- und Baunebenkosten sowie zukünftige Unterhaltungskosten aus, sondern birgt für die Zukunft auch eine Wertschöpfung für den Spoykanal und somit für Kleve. Eine solche Wertschöpfung ergibt sich nach Auffassung der Ehrenamtlichen nicht alleine aus touristischer Sicht, sondern eine Vielzahl von weiteren ertragsreichen Möglichkeiten auf und entlang des Spoykanals würden durch den Neubau und Betrieb einer Kleinbootschleuse stimuliert. Und genau auf diese zahlreichen Möglichkeiten möchte der Förderverein die Aufmerksamkeit der Entscheidungsträger lenken.

Das Ausloten solcher Möglichkeiten sollte nicht alleine nur der Stadt Kleve zugemutet werden. Die Ressourcen, die bürgerschaftliches Engagement, akademisches Fachwissen und Kreativität sowie Unterstützung durch lokale Unternehmen bergen, sollen gebündelt und genutzt werden. Einer der möglichen Effekte könnte sein, dass in das Gesamtfinanzierungskonzept für die geplante Maßnahme Förderkulissen beansprucht und kombiniert werden könnten, die lediglich für Projekte aus bürgerschaftlichem Engagement genutzt werden können. Und davon gibt es einige, wie der Verein anlässlich eines Gesprächs mit dem Denkmaldezernenten der Bezirksregierung Düsseldorf erfahren hat.

Als erste Diskussionsgrundlage wurde der Stadtverwaltung deshalb zunächst ein grober Steggreif-Entwurf vorgelegt, der ein mögliches Gestaltungs-Szenario in Brienen auf dem Gelände der Schleuse und des Spoy-Schöpfwerks darstellt. Er zeigt die neue Schleuse nach den Plänen des Büro Spiekermann nebst Betriebsgebäude und Dammbalkenhalle, das neue Schöpfwerk nach den Plänen des Deichverbandes Xanten-Kleve, einen Rest des Schleusendenkmals und ein Gebäude für ein Schleusen-Museum. Dieser Plan fand anlässlich eines Gesprächs mit dem in Bälde scheidenden Ersten Beigeordneten des Bürgermeisters der Stadt Kleve, Willibrord Haas Zuspruch. Der beworbene Steggreif-Entwurf des Vereins werde nun verwaltungsintern besprochen, verabredeten der Amtmann und Vereinsvorsitzende.
Auch bei den Kommunalpolitikern wirbt der Vereinsvorstand für die Umsetzung einer solchen Idee. Erste Gespräche mit Vertretern einiger Parteien in Kleve lassen erkennen, dass das Ansinnen, auch die Wertschöpfung in den Fokus der weiteren Überlegungen einzubeziehen, grundsätzlich Zuspruch findet.

Die Zeit für die weiteren Überlegungen ist knapp, denn Ende 2022 rechnet der Deichverband Xanten-Kleve mit dem Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Düsseldorf, der dann den Neubau des Banndeichs sowie den Abriss des Schleusendenkmals rechtfertigen könnte. Diese Zeit sollte gehaltvoll und vorausschauend ebenso wie kreativ genutzt werden um gemeinschaftlich einen Spoyland-Masterplan zu erarbeiten.

Gleich zwei Studierenden-Gruppen der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie, AG nachhaltiger Tourismus der Hochschule Rhein-Waal arbeiten in Praxisprojekten zum Wintersemester 2021/22 an kreativen Konzept-Ideen, mit denen der Spoykanal in Zukunft neben Tourismus belebt werden könnte. Prof. Dr. Dirk Reiser wandte sich an den Verein Stadt . Land . Fluss … Schluss? und warb für die Präsentation einer Projektaufgabe. Seit vergangenen Donnerstag ist das Projekt mit dem Titel „Spoyland – just for fun“ neben zwei anderen Projekten der Städte Neukirchen-Vluyn und Moers ein Thema in der Hochschule. Die ersten von den Studierenden geäußerten Visionen anlässlich einer gemeinsamen Exkursion entlang des Spoykanals zusammen mit dem Vereinsvorsitzenden letzten Mittwoch sind schon vielversprechend. Darüber hinaus arbeitet der Verein aktuell an weiteren Ideen und Projekten, die durch von Sponsoren etc. unterstützt und gefördert werden.

Wer das Engagement des Vereins Stadt . Land . Fluss … Schluss? mit Wissen, Fähigkeiten und Zeit unterstützen möchte, der findet auf der Internetseite des Vereins www.spoyland-kleve.de die Kontaktdaten sowie das Mitgliedsformular zum Download. Per E-Mail ist der Verein erreichbar unter StadtLandFlussSchluss@outlook.de; per WhatsApp unter 0176-35575664.

Autor:

Helmuth Plecker aus Kleve

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