Theaterkurs der Luisenschule interviewt Bewohnerinnen des Fliedner-Dorfs zum Leben im Krieg
Bewegende Begegnungen

Die Zeitzeuginnen des Zweiten Weltkriegs waren über das Zusammentreffen der Generationen ebenso erfreut, wie die theaterbegeisterten Schülerinnen. Fotos (2): Theodor Fliedner Stiftung
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  • Die Zeitzeuginnen des Zweiten Weltkriegs waren über das Zusammentreffen der Generationen ebenso erfreut, wie die theaterbegeisterten Schülerinnen. Fotos (2): Theodor Fliedner Stiftung
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Für die Vorbereitungen eines neuen Theaterstücks an der Luisenschule haben die Teilnehmerinnen aus der Jahrgangsstufe 11 nun Bewohnerinnen des Fliedner-Dorfes getroffen. In bewegenden Gesprächen ging es um das Leben im Krieg. Erkenntnisse fließen in das Stück, das im Juni gezeigt werden soll, ein.

Spätestens als die Schülerinnen den Seniorinnen eine Rose überreichen, ist das Eis gebrochen. „Vielen Dank, dass wir hier sein dürfen“, läutet Simone Hoberg dabei ein. Die Leiterin des Theaterkurses an der Luisenschule in Mülheim besucht mit ihren Schülerinnen an diesem Tag das Fliedner-Dorf.
„Wir planen ein Theaterstück zum Thema Jugend und Leben im Krieg.“ Inspiriert wurden die Schülerinnen von aktuellen Entwicklungen und Gegensätzen. An ihrer Schule treffen sie geflüchtete Kinder und Jugendliche, die aus Kriegs- und Krisengebieten in Mülheim ein neues Zuhause suchen, gleichzeitig wachsen sie selbst in Deutschland in der längsten Friedensperiode der Neuzeit auf. „Wir wollten daher mit Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges sprechen“, so Simone Hoberg. Die elf Mädchen stehen ein Jahr vor dem Abitur an der Luisenschule, das Stück wird voraussichtlich am 15. und 18. Juni an der Luisenschule aufgeführt.

"Die Schicksale berühren tief"

Sehr beeindruckt zeigen sich die Schülerinnen von den offenen Antworten und Erzählungen der Seniorinnen. Geschichten über den Alltag im Krieg, die Angst vor Bomben, Hunger und Zerstörung. „Die Schicksale und Lebensgeschichten berühren tief“, berichtet Simone Hoberg. Vor allem überraschte die Mädchen, welche Bescheidenheit und Genügsamkeit bei den Seniorinnen trotz aller Erlebnisse vorherrschte.
Begleitet wird der Besuch von Christel Thie-Knodt und Gabriele Quendt, die im Fliedner-Dorf arbeiten. „Wir hatten keinerlei Schwierigkeiten, bei der Auswahl der Gesprächspartnerinnen.“ Im Gegenteil, die Generation freue sich, wenn sie über die Vergangenheit erzählen könne. Mit den Interviews findet auch ein Perspektivwechsel statt, was gut zum diesjährigen Motto der Theodor Fliedner Stiftung, zu der das Dorf in Selbeck gehört, passt: Perspektive Mensch - seit 175 Jahren. Spätestens bei der Aufführung im Sommer sehen sich die beiden Generationen wieder. „Alle sind eingeladen, das wird ein tolles Wiedersehen“, freut sich Simone Hoberg.

Die Zeitzeuginnen des Zweiten Weltkriegs waren über das Zusammentreffen der Generationen ebenso erfreut, wie die theaterbegeisterten Schülerinnen. Fotos (2): Theodor Fliedner Stiftung
 Kim, Marlene, Jil und Alina (von links) erfuhren wie ihre Theaterkolleginnen sehr viel Wissenswertes von den Damen aus dem Fliedner-Dorf.
Autor:

Marc Keiterling aus Mülheim an der Ruhr

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