Bundeswehr unterstützt bei Corona-Schnelltests
Große Entlastung

Von links: Hauptfeldwebel Ralph Michalewski, Mitarbeiterin Heike Tacken-Dahmen und Stabsgefreiter Marvin Jöhnk im Testraum des Matthias-Jorissen-Hauses.
  • Von links: Hauptfeldwebel Ralph Michalewski, Mitarbeiterin Heike Tacken-Dahmen und Stabsgefreiter Marvin Jöhnk im Testraum des Matthias-Jorissen-Hauses.
  • Foto: Andrea Leuker/Erziehungsverein
  • hochgeladen von Marcel Faßbender

Die Testrhythmen für Mitarbeiter, Angehörige und Besucher sind auch im Matthias-Jorissen-Haus in Neukirchen kontinuierlich kürzer geworden. Für Mitarbeiter bedeutet das wöchentlich, für Angehörige alle 48 Stunden und für Besucher einmalig, einen Covid 19-Schnelltest über sich ergehen zu lassen.

Für Einrichtungsleitung Dörthe Krüger war schnell klar, dass Tests in dieser Häufigkeit im Corona-Pflegealltag einen noch höheren Aufwand für die Pflegefachkräfte erfordern würden und war daher sehr erleichtert, als das Bundeskanzleramt die Unterstützung durch die Bundeswehr ankündigte. Unverzüglich stellte sie einen Antrag beim Krisenstab des Kreises Wesel und erhielt die Zusage, dass für drei Wochen zwei Soldaten der Bundeswehr als Test-Team zur Unterstützung eingesetzt werden.
Anfang Februar trafen Hauptfeldwebel Ralph Michalewski und Stabsgefreiter Marvin Jöhnk in der Pflegeeinrichtung ein. Beide versehen ihren Dienst normalerweise in der Theodor-Körner-Kaserne im niedersächsischen Lüneburg. Hier am Niederrhein sind sie in der Jugendherberge in Xanten untergebracht. Die Soldaten waren gespannt, welche Erfahrungen sie bei diesem besonderen Einsatz der „zivilmilitärischen Amtshilfe“ sammeln würden. Nach einer Einweisung zu den Hygienemaßnahmen und zur Durchführung der Tests durch das Deutsche Rote Kreuz ging es sofort los.
„Wir wurden hier sehr herzlich aufgenommen. Die Senioren und die Angehörigen waren positiv überrascht, dass Soldaten der Bundeswehr die Tests machen“, beschreibt Hauptfeldwebel Ralph Michalewski seine Eindrücke nach der ersten Woche. Und so mancher hochbetagte männliche Bewohner erzählte den sympathischen jungen Männern in Uniform seine Lebensgeschichte, insbesondere über die Erlebnisse als Wehrmachtssoldat im Zweiten Weltkrieg. „Mich hat das sehr beeindruckt, einen Zeitzeugen kennenzulernen. In meinem Umfeld gibt es niemanden mehr, der diese Zeit noch erlebt hat“, berichtet Marvin Jöhnk.
Drei Wochen lang führten der Hauptfeldwebel und der Stabsgefreite die Testungen im Matthias-Jorissen-Haus durch. „Die Unterstützung durch die Bundeswehr ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt Dörthe Krüger. „Man merkt beiden an, dass sie sich jeden Tag auf ihren Einsatz freuen. Nach den ergiebigen Schneefällen haben sie sofort tatkräftig zur Schneeschaufel gegriffen und den Rettungsweg vor dem Haus freigeräumt.“ Gerne hätte sie die Unterstützung noch länger in Anspruch genommen, denn auch nach drei Wochen muss in dieser Häufigkeit weitergetestet werden, damit der regelmäßige Kontakt von Bewohnern und ihren Angehörigen möglich bleibt. Aktuell leistet die Bundeswehr im Kreis Wesel in 19 Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe Mithilfe bei den Testungen.
Nach diesem Zeitraum sollen dann freiwillige Helfer diese Aufgabe übernehmen, die durch eine gemeinsame Kampagne von Bund und Ländern gewonnen wurden.

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Lokalkompass Moers aus Moers

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