Autark mit erneuerbaren Energien
Ein Klimafachbetrieb trotzt kreativ der Energiekrise

Wilhelm Hausmann MdL (CDU, r.) lässt sich die Energieversorgung der Modellanlage erklären.  | Foto: Pollmann
  • Wilhelm Hausmann MdL (CDU, r.) lässt sich die Energieversorgung der Modellanlage erklären.
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„Die Energiekrise stellt uns vor besondere Herausforderungen, die sehr viel Kreativität einfordert, wenn wir ihr effektiv begegnen wollen.“ Damit begründete der Oberhausener CDU-Chef und Landtagsabgeordnete Wilhelm Hausmann seinen Besuch beim Oberhausener Klimafachbetrieb Phil Pollmann.

„Häuser, die ihre Energie selbst erzeugen sind schon jetzt und hier in unserer Stadt möglich“ stellte der Hausmann nach der Besichtigung einer Modellanlage erfreut fest.
In dem seit einigen Tagen laufenden Aufbau erzeugt eine Photovoltaikanlage an der Hünenbergstraße den Strom für eine Wärmepumpe, für den Hausverbrauch und auch für eine mögliche E-Auto-Ladestation. Da die Sonne nicht immer scheint, wird in einer Speicheranlage mit vier Blöcken der gleichgerichtete Strom zwischengespeichert. Die Anlage speichert 26 kWh - aktuell können sogar 90kWh gespeichert werden -, das reicht weit über die Nacht und bis die Sonne wieder scheint. Demnächst wird die Anlage noch um vier Kleinwindanlagen, senkrechte Rotoren ohne Schattenwurf, die in NRW bis 10m hoch sein dürfen, als zusätzliche Energiequelle erweitert. Die Anlage kann die Steuerung zwischen Verbrauch und Speicherung regeln. Pollmann bestätigt: „Mit dem jetzigen Aufbau sind wir zu 85 Prozent autark“.

Klimaschutz und nationale Energieautarkie

Für Hausmann ist es wichtig aufzuzeigen, dass eine Technologie bereitsteht, bei der jeder sich um Klimaschutz und nationale Energieautarkie verdient machen kann. Die Anlagen kosten so viel wie ein Auto der gehobenen Mittelklasse, aber wie auch dort können Leasing oder Miete die Investitionskosten anders verteilen. „Wir sind stolz darauf, dass unsere Oberhausener Handwerker das Projekt aus verschiedenen Herstellerkomponenten so anbieten können.“
Hausmann knüpft bei diesem Besuch auch an ein hochpolitisches Thema an: der extremen Abhängigkeit Deutschlands von Öl- und Gaslieferungen aus Russland. Er hoffe sehr daher darauf, dass die Bundesregierung die Förderung solcher Projekte in Angriff nimmt.

Autor:

Karin Dubbert aus Oberhausen

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