EDEKA Rhein-Ruhr eröffnete offiziell das neue Logistikzentrum in Oberhausen
Musterbeispiel für gelungenen Strukturwandel

Bei einem Rundgang durch die Hallen des neuen Logistikzentrums am Goldammerweg sprachen Oberbürgermeister Daniel Schranz und Peter Wagener, Geschäftsführer der EDEKA Rhein-Ruhr, von einem "Meilenstein" in Sachen Strukturwandel.
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  • Bei einem Rundgang durch die Hallen des neuen Logistikzentrums am Goldammerweg sprachen Oberbürgermeister Daniel Schranz und Peter Wagener, Geschäftsführer der EDEKA Rhein-Ruhr, von einem "Meilenstein" in Sachen Strukturwandel.
  • Foto: Carsten Walden
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Das neue Logistikzentrum der EDEKA Rhein-Ruhr ist jetzt offiziell eröffnet worden. Zwar war das Tiefkühllager in dem Großprojekt am Goldammerweg schon seit Juni im Betrieb, doch nun geht der Umzug von Moers nach Oberhausen schrittweise, aber unter Volldampf weiter. Bei der kleinen Eröffnungsfeier am Mittwochnachmittag wurde viel von Rekordzeiten und Rekordzahlen gesprochen.

Oberbürgermeister Daniel Schranz und Peter Wagener, Geschäftsführer der EDEKA Rhein-Ruhr, waren sich einig. Das neue Logistikzentrum ist ein Musterbeispiel für gelungenen Strukturwandel unter Berücksichtigung nachhaltiger Umweltziele und ökologischer Aspekte. Selbst den Artenschutz haben die Verantwortlichen auf dem Schirm gehabt. Bei Schranz und Wagener waren Stolz und über den „Meilenstein für Oberhausen und EDEKA“ in ihren Worten, aber auch in ihren Gesiuchtszügen zu spüren.

Der OB hob vor allem die Bedeutung des Neubaus für den Standort hervor. Ein besseres Beispiel für Strukturwandel könnte man sich kaum ausdenken. Wörtlich meinte er: „Hier, wo erst die Zeche Hugo ihre Werkstätten hatte und später ein Teil der nationalen Kohlereserve gelagert wurde, steht nun eins der modernsten Lebensmittellager Deutschlands. Wir sind froh, dass EDEKA Rhein-Ruhr Oberhausen mit seiner logistisch hervorragenden Lage als Standort für dieses Projekt gewählt hat.“ Zudem zeigte sich Schranz beeindruckt von der Geschwindigkeit, in der der Bau realisiert wurde und dankte allen Beteiligten für die „Meisterleistung“. Vom Erfolg für die weitere Entwicklung ist er fest überzeugt.

Schwierige Bedingungen
erfolgreich gemeistert

Peter Wagener nutzte den Anlass, um auf die grundsätzliche Bedeutung der Handelslogistik hinzuweisen: „In der Pandemie haben wir gezeigt, dass wir auch unter schwierigen Bedingungen eine hervorragende Lebensmittelversorgung in Deutschland sicherstellen können. Mit unserem neuen Logistikzentrum in Oberhausen bauen wir unsere Leistungsfähigkeit weiter aus.“ Für ihn sei das aber nur mit den richtigen, kompetenten und bestens geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich.

Schon jetzt arbeiten bereits mehr als 400 Menschen am neuen Standort. Der größte Teil hat zuvor im Lager Moers gearbeitet, rund 70 Stellen wurden in Oberhausen bereits neu geschaffen. Perspektivisch soll die Zahl der Mitarbeitenden auf bis zu 1.000 anwachsen. 33 verschiedene Berufsbilder gibt es im Logistikzentrum, in vier bildet das Unternehmen schon jetzt am neuen Standort aus. Die Suche nach neuen Mitarbeitern nimmt weiter Fahrt auf.

Insgesamt 200 Millionen Euro
in die Zukunft investiert

„Wenn wir schon einmal bei Zahlen sind“, meinte Wagener lächelnd, gebe es einige, die Staunen hervorriefen. In nur zwei Jahren Bauzeit wurden die 90.000 Quadratmeter großen Lagerhallen fertiggestellt, auf einem Areal von insgesamt 288.000 Quadratmetern. Dabei investierte EDEKA Rhein-Ruhr rund 110 Millionen Euro in den Bau sowie weitere 90 Millionen in die technische Infrastruktur. Um das alles planmäßig unter Einhaltung des gesetzten Zeitrahme, habe es starker Partner bedurft.

„Gemeinsam mit ihnen haben wir es geschafft, das Wissen und die Kompetenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich mit technischen Lösungen zu verknüpfen und viele Bereiche zu automatisieren. Ähnliches ist uns im Obst- und Gemüsebereich gelungen. Wir gehören zu den ersten Unternehmen in Deutschland, die sich überhaupt an automatisierte Prozesse für diese empfindlichen Lebensmittel wagen“, erläutert Andy Bertmann, Logistikleiter der EDEKA Rhein-Ruhr.

Eigenes Blockheizkraftwerk
deckt den Energiebedarf

Neben den technischen Innovationen setzt EDEKA auch auf ökologische Aspekte. Das Wichtigste seien die rund drei Millionen LKW-Kilometer, die jährlich eingespart werden. Hinzu kommt ein eigenes Blockheizkraftwerk, das den Energiebedarf zum Heizen und Kühlen selbst erzeugt, und das zu großen Teilen aus der Wärme, die in den Hallen entsteht. Von dem imponierenden Innenleben der neuen Hallen konnten sich die Gäste bei geführten Rundgängen selbst ein Bild machen.

Bei allem berechtigten Lob über den gelungenen Coup für die Stadt gab es von Beginn an auch Kritik an dem Großprojekt, insbesondere von den unmittelbaren Anliegern. „Mit den Nachbarn werden wir im Gespräch bleiben. Dass wir das ernst meinen, zeigt auch die Tatsache, dass wir sie zur heutigen Eröffnungsfeier eingeladen“, meinte Wagener.

Im Sommer 2022 ist
alles in "trockenen Tüchern"

Längst ist nicht alles im neuen Logistikzentrum fertiggestellt. In den kommenden Monaten wird die teilautomatische Obst- und Gemüsekommissionierung in Betrieb genommen. Ab dem Frühjahr 2022 zieht das sogenannte „Trockensortiment“ von Moers nach Oberhausen. Im Sommer 2022 ist das Projekt dann endgültig abgeschlossen und voll funktionsfähig.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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