Nach überhöhter Geschwindigkeit und einem "Wheelie" schwer verunglückt
Motorradunfall oberhalb der Nevigeser "Müllermilch-Kurve"

Bei der Unfallaufnahme wurde die Polizei von der Feuerwehr unterstützt, welche die Unfallstelle für die polizeiliche Spurensicherung und -dokumentation mit einbrechender Dunkelheit ausreichend ausleuchtete.
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  • Bei der Unfallaufnahme wurde die Polizei von der Feuerwehr unterstützt, welche die Unfallstelle für die polizeiliche Spurensicherung und -dokumentation mit einbrechender Dunkelheit ausreichend ausleuchtete.
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Zu einem schweren Motorradunfall oberhalb der bei Zweiradfahrern beliebten "Müllermilch-Kurve" in Neviges, bei der drei Personen schwer verletzt wurden, kam es am Dienstagabend.

Gegen 17.28 Uhr ereignete sich der Unfall. Die Serpentinenstrecke auf der Kuhlendahler Straße (L 107) ist als Unfallschwerpunkt für Motorradfahrer bekannt und deshalb auch entsprechend reglementiert.Bei sonnigem Wetter hatten sich in diesem Bereich gleich mehrere Motorradfahrer eingefunden, um die - trotz mehrfach auf der Fahrbahn aufgebrachter Rüttelstreifen, bei Motorrad-Piloten weiterhin sehr beliebten Strecke - wiederholt bergauf und bergab zu befahren. Dabei standen einige von ihnen auch vereinzelt oder in kleinen Gruppen verbotswidrig, auf dem als Geh- und Radweg beschilderten Seitenstreifen, rechts neben der außerörtlichen Vorfahrtstraße in Richtung Tönisheide.

20-Jähriger beschleunigte Motorrad besonders stark

Zur Unfallzeit befuhr ein 20-jähriger Velberter mit seiner orangefarbenen KTM RC8 die Kuhlendahler Straße bergauf in Richtung Autobahn. Wenige Meter vor Verlassen der 30-Kilometer-Strecke, innerhalb des Bereiches letzter Rüttelstreifen und auch im 50-Kilometer-Bereich der Steigungsstrecke, beschleunigte er sein Motorrad besonders stark, um mit einem sogenannten "Power-Wheele" nur auf dem Hinterrad zu fahren. Dabei bewegte er sein Sportmotorrad nach Angaben mehrerer Beobachter und nachfolgender Zeugen mindestens mit 100 Stundenkilometer vorwärts.

Notbremsung war erforderlich

Als zu diesem Zeitpunkt ein 16-jähriger Wuppertaler, mit einem blauen Leichtkraftrad der Marke Yamaha RE06, vom rechten Seitenstreifen kommend, nach links auf die Fahrbahn einbog, um diese bergab in Richtung Langenberg zu befahren, brach der 20-jährige KTM-Fahrer seinen "Wheele" mit einer Notbremsung ab. Dabei verlor er die Kontrolle über das Krad. Eine schwere Kollision war unvermeidbar, bei der beide Motorradfahrer auf die Fahrbahn geschleudert und schwer verletzt wurden. Eines der herumschleudernden Motorräder traf dann noch einen 17-jährigen Motorradfahrer, der sich mit seiner Honda CO125K auf dem rechtsseitigen Geh- und Radweg befand. Auch er wurde dadurch schwer verletzt.

Drei Schwerverletzte mussten ins Krankenhaus

Nach notärztlicher Erstversorgung wurden alle drei Schwerverletzten mit drei alarmierten Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Dort verblieben sie mit nicht lebensgefährlichen Verletzungen zur stationären, teils intensivmedizinischen Behandlung.

Schaden von mindestens 13.000 Euro

An den drei Motorrädern entstand ein geschätzter Gesamtsachschaden in Höhe von mindestens 13.000 Euro. Zwei Kräder wurden von einem dazu angeforderten und beauftragten Abschleppunternehmen geborgen und sichergestellt, eines von Angehörigen des Fahrers eigenständig abtransportiert.
Für die Dauer der Rettungs- Bergungs- und Unfallaufnahmearbeiten wurde die Kuhlendahler Straße von der Polizei zwischen der Kreuzung Bernsau-/Schmalenhofer Straße und der Autobahn A535 bis gegen 19.40 Uhr komplett gesperrt. Bei der Unfallaufnahme wurde die Polizei von der Feuerwehr unterstützt, welche die Unfallstelle für die polizeiliche Spurensicherung und -dokumentation mit einbrechender Dunkelheit ausreichend ausleuchtete.

Autor:

Maren Menke aus Velbert

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