Ein ganz besonderes Gespräch -aus dem Ludwig-Steil-Haus
100 Jahre Lebensgeschichte

Das Geburtstagskind (sitzend) mit Hausleiter Marc Opitz (l.), Tochter und Bürgermeister Erich Leichner
  • Das Geburtstagskind (sitzend) mit Hausleiter Marc Opitz (l.), Tochter und Bürgermeister Erich Leichner
  • Foto: (c) Ev. Johanneswerk gGmbH
  • hochgeladen von Sven Leichner

100 Jahre alt zu werden ist in der heutigen Zeit keine Seltenheit mehr Angesicht der steigenden Lebenserwartung.

Frau Wilma B. wurde am 27. September 1919 geboren und ist heute Bewohnerin im Ludwig-Steil-Haus des Ev. Johanneswerks in Wanne-Eickel. Für Frau Eva Möller aus dem Sozialdienst ein willkommer und besonderer Anlass für ein Gespräch der besonderen Art.

Gemeinsam mit der einzigen Tochter saßen sie zusammen zum "Interview". Was ist so passiert in 100 Jahren? Geboren nach dem 1. Weltkrieg und als 20 jährige junge Frau im 2. Weltkrieg. Keine schöne Jugendzeit, ausgebombt in Gelsenkirchen, davon berichtete Frau B. Als Schaffnerin fuhr sie mit der Linie 2 von Gelsenkirchen nach Buer, ersparte sich mit ihrem Mann ein Zechenhäuschen mit eigenem Garten. Ihre Himbeeren wurden zu Aufgesetzten verarbeitet und die Freizeit verbrachte sie mit ihrem Cockerspaniel, Handarbeit und Kartenspielen. Eine an sich normale Biografie wie man denkt.

Und dennoch, es wiederholt sich immer wieder der Satz: „Ich hatte ein gutes Leben, richtig gezankt haben wir uns nie“. Frau B. macht einen zufriedenen Eindruck. War immer sehr bescheiden und ist bis heute sehr positiv. Blickt auf das Gute in ihrem Leben zurück und ist dankbar. Als Beobachter erlebt man für die heutige Zeit eine schon seltener gewordene Situation: Fürsorge zwischen den Generationen, nicht immer selbstverständlich und möglich. Mutter und Tochter als eine Einheit. Spürbar ist das enge Verhältnis, beide fassen sich immer wieder bei den Händen. Frau B. selber bringt es auf den Punkt: „Da hat es der liebe Gott mit mir gut gemeint“, ich hatte ein gutes Leben, habe eine gute Tochter, die alles für mich macht und ich muss dafür „Danke“ sagen.

Bedanken konnte sich am Ende auch Frau Eva Möller für ein Gespräch, dass noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Zum Geburtstag gratulierte auch ein besonderer Gast: Bürgermeister Erich Leichner stattete dem Geburtstagkind persönlich einen Besuch ab und überbrachte die Glückwünsche der Stadt Herne.

Autor:

Sven Leichner aus Herne

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