Wenn das Rote Kreuz dreimal klingelt… ist Unterstützung angesagt!

Wattenscheids DRK-Präsident Thorsten Junker (rechts) mit Teilen des jungen Werberteams
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Inzwischen ist es schon wieder einige Zeit her, dass die Damen und Herren des Deutschen Roten Kreuzes an Wattenscheider Haustüren klingelten und um Unterstützung warben. Seit Montag soll es aber wieder losgehen, denn die Lage ist durchaus ernst!

Pro Jahr verlieren wir zwischen 150 und 200 Mitglieder“, erklärt Thorsten Junker, Präsident des Roten Kreuzes in der Hellwegstadt. „Uns sterben die Mitglieder weg“, ist sein trauriges Resümee beim Blick auf die Austrittsgründe. In einigen Fällen sorge aber auch die wirtschaftliche Situation für ein Ende der Fördermitgliedschaft oder der Weg ins Pflegeheim. Noch sind es knapp 2.000 Mitglieder, aber es ist eine einfache Rechenaufgabe, wie lange es den Kreisverband ohne neue Mitglieder-werbung und öffentlichkeitswirksame Aktionen noch geben würde. „Die Mitgliedsbeiträge unserer Fördermitglieder sind ein wesentliches Standbein unserer Verbandsfinanzierung.“

Förderbeiträge sichern Aufgaben vor Ort

Neue Fördermitglieder, und daraus machen er und DRK-Präsidiumsmitglied Christian Lange keinen Hehl, garantieren, dass das Rote Kreuz seinen Tätigkeiten in Wattenscheid nachkommen kann. „Wir müssen unsere zahlreichen Fahrzeuge im Katastrophenschutz und Sanitätsdienst ständig unterhalten, Materialien nachbestellen“, sagt Junker. Ehrenamtliche Mitarbeiter müssten aus- und fortgebildet gebildet werden. Auch der Betrieb der Kleiderkammer für Bedürftige mit kostenloser Kleiderausgabe, der Behindertenkreis oder die zahlreichen Selbsthilfegruppen müssten vom Kreisverband finanziert werden. Zudem erweitere der Verband gerade seine Räumlichkeiten an der Voedestraße 53 und sorge hier mit einem finanziellen Eigenanteil von knapp 90.000 € für eine behindertengerechte Ausstattung. Ausgaben gäbe es für den Wohlfahrtsverband also genug.

Werberteam in Wattenscheid unterwegs

Zehn freundliche Mitarbeiter des Roten Kreuzes werden deshalb in den nächsten Wochen zwischen 9 und 21 Uhr unterwegs sein, um die Arbeit der Roten Kreuzes vor Ort vorzustellen und hierbei neue Unterstützer in Wattenscheid zu gewinnen. Dies ist für das DRK auch eine gute Gelegenheit, um über die einzelnen Aufgabengebiete und Angebote des Verbandes zu informieren. „Wir erklären den Menschen, dass es nicht um eine einmalige Spende geht“, so Thorben Sauerländer, „vielmehr sprechen wir über Angebote für Senioren, aber auch die Arbeit des Jugendrotkreuzes, den Sanitätsdienst, ehrenamtliche Helfer und deren Ausbildung oder über Selbsthilfegruppen.“

Neben ihrer Motivation und ihrer Dienstkleidung kann sich jeder von ihnen mit einem Dienstausweis legitimieren. Der Koordinator der Werbeaktion Thorben Sauerländer weiter: „Wir wollen Menschen nicht überreden, sondern überzeugen.“ Und das finge schließlich mit einem offiziellen Beleg der Zugehörigkeit an. Wenn jemand kein Interesse habe, „verabschieden wir uns höflich und machen auch jede Gartentür hinter uns wieder zu.“

Neben neuen Fördermitgliedern sind auch engagierte Ehrenamtliche gefragt

Darüber hinaus betont DRK-Präsident Thorsten Junker, dass neben den Fördermitgliedern, natürlich auch stets aktive Helfer beim DRK gefragt sind. „Wir können jeden gebrauchen, um auch weiterhin anderen Menschen helfen zu können.“

Bargeldspenden werden nicht entgegengenommen. Bei Fragen zur Mitgliederwerbung kann sich an den örtlichen DRK-Kreisverband Wattenscheid e.V., unter der Nummer 02327-87019 (Herrn Biallas) oder per Mail an info@drk-wattenscheid.de gewandt werden.

Autor:

Christian Lange aus Wattenscheid

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