Kreis Wesel und Kreis Kleve
Ausbildungsmarkt wird durch Pandemie gebremst

Der Ausbildungsmarkt 2019/2020 im Bezirk der Agentur für Arbeit Wesel im April 2020:

• Im April nur wenige neue Stellenmeldungen
• Arbeitgeber melden bis jetzt rund 3.830 Ausbildungsstellen
• Bislang 3.608 Bewerber/innen für einen Ausbildungsplatz
• Fachkräftesicherung bleibt auch in der Corona-Krise wichtig

Seit Oktober 2019 haben sich bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Wesel insgesamt 3.608 Bewerberinnen und Bewerber gemeldet. Das sind 1.072 oder 22,9 Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Im Kreis Wesel meldeten sich 2.221 Bewerber. Das sind 708 oder 24,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Kreis Kleve meldeten sich 1.387 Bewerber, ein Rückgang um 364 oder 20,8 Prozent.

Im gleichen Zeitraum meldeten die Arbeitgeber in den Kreisen Wesel und Kleve insgesamt 3.831 Ausbildungsstellen. Das ist ein Rückgang um 188 oder 4,7 Prozent zum Vorjahr. Davon waren 3.745 betriebliche Ausbildungsstellen (-236/-5,9 Prozent).
Auf den Kreis Wesel entfielen 2.319 Ausbildungsstellen, 167 Stellen oder 6,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Kreis Kleve war mit 1.512 Ausbildungsstellen ein Minus von 21 Stellen oder 1,4 Prozent zu verzeichnen.

„Der Ausbildungsmarkt leidet unter den Auswirkungen der Corona-Krise. In den letzten Monaten zeigten sich die gemeldeten Ausbildungsstellen auf einem stabilen Niveau. Diese Entwicklung ist nun erst einmal gestoppt. Im zurückliegenden Monat meldeten die Unternehmen in den Kreisen Wesel und Kleve nur 54 neue Ausbildungsstellen. Im gleichen Zeitraum suchten 136 junge Menschen den Kontakt zu Berufsberatung. Unter dem Strich ist jedoch die Nachfrage nach Ausbildungsstellen deutlich rückläufig. Das hat sich bereits vor den wirtschaftlichen Einschränkungen abgezeichnet. Dennoch gibt es aktuell noch knapp 1900 Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz suchen“, stellt Barbara Ossyra, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Wesel, fest.

Sie ergänzt: „Es ist nachvollziehbar, dass viele Betriebe gerade keinen Kopf für das Thema Ausbildung haben. Aber es gibt eine Zeit nach Corona, in der Fachkräfte genauso wichtig sein werden wie sie es heute sind. Das erkennt man daran, dass gerade zahlreiche Unternehmen das Instrument der Kurzarbeit nutzen, um qualifizierte Beschäftigte nicht zu verlieren. Wenn es irgendwie möglich ist, sollte daher versucht werden, bestehende Ausbildungen zu Ende zu führen und auch in diesem Jahr neue junge Menschen als Nachwuchskräfte einzustellen. Das Interesse der Jugendlichen ist da.“

Ende April suchten noch 1.882 Jugendliche (Kreis Wesel: 1.161, Kreis Kleve: 721) eine Ausbildungsstelle. Im Gegenzug waren bei der Agentur für Arbeit Wesel noch 2.183 unbesetzte Ausbildungsstellen gemeldet (Kreis Wesel: 1.345, Kreis Kleve: 838).

Weitere Informationen für Jugendliche:

www.arbeitsagentur.de/bildung
www.dasbringtmichweiter.de

Tipp: Live Sessions auf YouTube mit Berufsberatern der Bundesagentur für Arbeit am 30. April, 7. Mai und 14. Mai, jeweils 16.00 Uhr (#zukunftklarmachen).

Wer eine ausführliche Berufsberatung nutzen möchte, kann einen Termin mit der Berufsberatung vereinbaren. Das geht unter der gebührenfreien Service-Nummer 0800 45555 00 (Mo-Fr 8-18 Uhr) oder online unter www.arbeitsagentur.de.

Kontakt für Unternehmen: Telefon 0800 45555 20 (Mo-Fr 8-18 Uhr, gebührenfrei) oder per E-Mail an Wesel.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de.

Autor:

Sabine Hanzen-Paprotta (Agentur für Arbeit Wesel) aus Wesel

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