Bottroper Musikszene: Anonym

Seit einiger Zeit ist "Anonym" wieder im Musikgeschäft tätig.
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  • hochgeladen von Nina Heithausen

Anfang der 80er Jahre standen sie im jungen Alter von 20 als Vorgruppe von Herbert Grönemeyer auf der Bühne. Ein Jahr später folgte die Trennung, 2007 kam es zum Comeback.

Die Bottroper Band „Anonym“ hat während ihrer Laufbahn viele Höhen erleben dürfen, aber auch ein paar Tiefen hinnehmen müssen. „Anonym“ das sind aktuell Sängerin Monika Ollig, Keyboarder Christoph Gläßer, Andreas Schlapeit am Piano, Christoph Schott an den Drums sowie die beiden Gitarristen Dirk Orlowsky und Günter Schenten. Sechs musikbegeisterte Menschen im Alter von 48 bis 52 Jahren, die gemeinsam ihrem liebsten Hobby nachgehen: dem Singen, dem Komponieren und dem Schreiben von eigenen Songs.

Angefangen hatte alles vor mehr als drei Jahrzehnten am Vestischen Gymnasium in Kirchhellen. „Das war in der elften Klasse“, erinnert sich Bandmitglied Günter Schenten, „der eine hat Keyboard gespielt, der andere Schlagzeug.“ Warum also nicht die Gunst der Stunde nutzen und eine Schülerband gründen? Gesagt, getan. Unter dem damaligen Namen „Nightmare“ traten die Teens in Kirchengemeinden auf – bis plötzlich eine ihrer Lehrerinnen auf sie aufmerksam wurde. „Ihr gefiel unsere Musik so gut, dass sie meinte, wir sollten mal nachfragen, wie teuer es ist, eine Platte aufzunehmen. Zwei Wochen später kam sie mit 8000 Mark an.“ Und mit diesen zogen die jungen Musiker ins Studio und brachten die selbst produzierte LP „MM“ heraus.

Mit Geier Sturzflug auf der Bühne

Es folgten fast wöchentliche Konzerte, unter anderem mit Geier Sturzflug. Der regionale Bekanntheitsgrad stieg. „Wir hätten damals einen Plattenvertrag haben können“, weiß Schenten. Können. Denn statt der großen Karriere folgte 1984 die Trennung. Vorwiegend aus beruflichen Gründen. Doch bekanntlich geht man niemals so ganz. Und so kam es ab 2007 zum Comeback von „Anonym“ – mit neuer Sängerin, neuem Schlagzeuger, neuen Songs und neuem Album. Eigene, deutschsprachige Lieder aus dem Pop-Rock-Bereich, mal swingend, mal soulig, mal als Ballade, mal mit Dynamik. „Eigentlich haben wir da weiter gemacht, wo wir aufgehört hatten“, lächelt Günter Schenten.

Einmal wöchentlich treffen sich das Band-Urgestein und seine fünf Kollegen zur Probe. Drei Stunden lang. Vier Stunden lang. Texten, arrangieren, komponieren, einstudieren. „Das ist oft nicht so einfach, wir bevorzugen allesamt verschiedene Musikrichtungen.“ Doch so verschieden die einzelnen Geschmäcker sind, so groß ist auch stets die gemeinsame Freude, wenn die sechs Musiker auf der Bühne vor Publikum ihre Songs zum Besten geben. „Es ist schön zu sehen, wenn die Zuschauer unsere Musik mögen. Das spornt an, weiterzumachen und besser zu werden“, bekräftigt Günter Schenten. Und so soll noch in diesem Jahr mit den Aufnahmen für die neue CD begonnen werden. Kein Wunder, denn anonym ist „Anonym“ schon längst nicht mehr.

Auftritt
Den nächsten Auftritt in Bottrop hat Anonym am 18. Oktober im Cottage.

Anonym mit ihrem Song "Corinna":

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