Händler und Kunden in Dortmund freuen sich, dass Geschäfte wieder geöffnet haben
Erster Schritt zurück zur Normalität

Auch die Geschäfte bis zu 800 Quadratmeter am Westenhellweg haben wieder geöffnet. Einkäufer und Passanten in der Dortmunder Innenstadt hielten Abstand.
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  • Auch die Geschäfte bis zu 800 Quadratmeter am Westenhellweg haben wieder geöffnet. Einkäufer und Passanten in der Dortmunder Innenstadt hielten Abstand.
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Auf diesen Tag haben viele Händler und Kunden gewartet: Unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln öffneten am Montag wieder Einzelhändler mit bis zu 800 qm Verkaufsfläche, Buchhändler, Babyfachmärkte und Möbelhändler.
Um für die Dortmunder Betriebe Rechtsklarheit zu schaffen, hat das Ordnungsamt eine Übersichtstabelle entwickelt, welche Betriebe wie wieder öffnen dürfen. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert unter Dortmund . 

Zahlen der Infektionen stabilisiert

Die Mitglieder des Verwaltungsvorstandes trafen sich gestern nach zweiwöchiger Osterpause zu einer Sitzung. Seit Montag, 20. April, gilt eine neue Rechtsverordnung des Landes NRW. Oberbürgermeister Ullrich Sierau betonte, dass sich die Situation im Hinblick auf Infektionszahlen und Anzahl der Verstorbenen in den zurückliegenden zwei Wochen stabilisiert habe. "Darüber sind wir sehr froh."

Ziel: abgestimmtes Vorgehen

Sierau machte aber klar, dass mit Inkrafttreten der neuen Rechtsverordnung "wir an der ein oder anderen Stelle im rechtsfreien Raum sind, zum Beispiel, was die Durchführung von Großveranstaltungen angeht." NRW-Ministerin Scharrenbach habe mitgeteilt, dass zwischen den Bundesländern versucht wird, eine abgestimmte einheitliche Lösung zu finden.

Stadt ist handlungsfähig

Am Montag, 20. April, hat der Ältestenrat getagt. Es wurde beschlossen, dass alle Fachausschüsse des Rates (ab Dienstag, 21. April) tagen werden, so dass dann am 14. Mai der Rat bzw. der Hauptausschuss zusammentreten kann. Sierau erläuterte, dass der Rat in einem Umlaufverfahren dem Hauptausschuss seine Aufgabe der Beschlussfassung überträgt. Diese Abstimmung läuft bis zum 23. April. Wenn sich zwei Drittel des Rates einverstanden erklären, dass der Hauptausschuss diese Funktion übernimmt, dann wird am 14. Mai der Hauptausschuss alle erledigungsbedürftigen Punkte des Rates behandeln. Der Rat wird dann in einer später folgenden Sitzung alle Beschlüsse noch einmal bestätigen müssen. "Wir gehen davon aus, dass diese Ratssitzung am 18. Juni stattfinden wird. Wir zeigen damit, dass wir handlungsfähig sind und trotz Corona die Zukunft der Stadt organisieren", machte Sierau klar.

"Noch mitten drin im Pandemiegeschehen"

Ähnlich wie Oberbürgermeister Ullrich Sierau forderte auch die Leiterin des Krisenstabes, Birgit Zoerner, einheitliche Regelungen für das Eindämmen des Infektionsgeschehens. Zwar gebe es je nach Region oder Bundesland unterschiedliche Infektionsgeschehen, bestimmte Maßnahmen seien allerdings grundsätzlich relevant. "So sind wir uns im Krisenstab darüber einig, dass der derzeit viel diskutierte Mund- und Nasenschutz durchaus sinnvoll ist.

Mundschutz ist sinnvoll wo Abstand fehlt

Gerade dort, wo man den gebotenen Mindestabstand zueinander nicht einhalten kann. Sei es beim Einkaufen oder bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs." Aufgrund der derzeit gängigen Praxis, dass jede Kommune diese Möglichkeit nach eigenem Ermessen interpretiert, plädierte Zoerner für eine bundesweit einheitliche Regelung.

"Maskenpflicht senkt Infektionsrate"

Auch der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Frank Renken, hob die Wirkung der einschränkenden Maßnahmen hervor. Für Dortmund verwies er etwa auf die wenigen Erkrankungsfälle von derzeit 619. Aus epidemologischer Sicht plädierte auch er für das Tragen von Mund- und Nasenschutz: "Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass in den Kommunen, in denen das Tragen dieser Masken in bestimmten Situationen verpflichtend ist, die Infektionsrate deutlich sinkt", erklärte Renken. Parallel dazu könne "das gesellschaftliche Leben Schritt für Schritt geöffnet werden", so Renken weiter.

Zoerner: Am Kontaktverbot festhalten

Außerdem sei mittelfristig an Einschränkungen wie dem noch bis 3. Mai gültigen Kontaktverbot festzuhalten – trotz der von Bund und Ländern am vergangenen Wochenende vereinbarten Lockerungen. Zwar habe sich erfreulicherweise die Kurve der infizierten Personen pro Zeiteinheit deutlich abgeflacht: "Das zeigt, die Einschränkungen haben Wirkung gezeigt. Und die Zahl der Genesenen übersteigt die der Erkrankten. Aber wir sind noch immer mitten drin im Pandemiegeschehen. Dieses muss jederzeit für das Gesundheitssystem händelbar sein", mahnte Zoerner und empfahl "weitere Lockerungen mit Augenmaß".

Auch die Geschäfte bis zu 800 Quadratmeter am Westenhellweg haben wieder geöffnet. Einkäufer und Passanten in der Dortmunder Innenstadt hielten Abstand.
Wie wieder belebt wirkt die Innenstadt nach der Öffnung vieler Geschäfte am Montag. Sozialdezernentin Birigit Zoerner empfliehlt beim Einkaufen Mund- und Nasenschutz zu tragen.
Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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