Die Wahrheit über das Dortmunder U

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Wenn man jeden Tag daran vorbeiläuft, ist das kein Problem, aber als Besucher fällt sowas einfach nicht auf. Da hat man die Tier-Galerie oder sowas im Kopf, aber nicht die Lügen der Neu-Zeit. Selbst wenn man jeden Tag daran vorbeikommt, fällt es nicht unbedingt auf. Ortsfremde erfahren so etwas immer erst aus zweiter Hand oder gar nicht. Schaut man in die Hochglanz-Magazine, Zeitungen oder auch Fernsehen, zeigt der Journalismus unserer Stadt eine künstliche Glitter- und Glammerfassade. Romantisch schimmert das Gold in einer angenehmen Dämmerstimmung. Seltsamerweise erscheint das U immer aus ein und derselben Perspektive. Die andere Seite des Turmes mit dem Wahrzeichen dieser Großstadt wird totgeschwiegen. Zu Recht? Als Bürger-Reporter war es meine Pflicht, ein wenig nach zu bohren und fand dort eine gänzlich andere Welt vor. Das verstaubte und stumpfe U lächelte müde einem tristen grauen Himmel zu, die Aussichtsplattform war nur noch ein verkommener Hort für Tauben und der Platz davor nur noch eine einzige Baustelle. Vielleicht war dort auch gar keine Baustelle, sondern es wurden nur Spuren beseitigt, bevor jemand Fragen stellen kann. Müde, traurige und gelangweilte Menschen eilten an mir vorbei, ein jeder schien diesem Konstrukt den Rücken zuzukehren. Niemand bewegte sich dort drauf zu. Noch weniger von denen mit einem Lächeln. Für Samstag vormittag war mir diese Wahrheit allerdings zu hart und ich möchte mich nun freudigeren Dingen widmen.

Allen ein schönes Wochenende ;)

Autor:

Heiko Müller aus Dortmund-City

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