Stadt Dortmund will auch im Freiraum bauen: Ziel pro Jahr 2000 Wohnungen
Schulterschluss mit Unternehmen

Nicht nur wie hier am citynah auf dem Gelände des alten Güterbahnhofes in der Innenstadt-Ost werden Wohnungen gebaut, auch in den Außenbezirken hält die Stadt Ausschau nach Flächen für neue Wohnquartiere.
  • Nicht nur wie hier am citynah auf dem Gelände des alten Güterbahnhofes in der Innenstadt-Ost werden Wohnungen gebaut, auch in den Außenbezirken hält die Stadt Ausschau nach Flächen für neue Wohnquartiere.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Antje Geiß

Noch habe die Stadt Potenzial und Flächen für rund 8.000 neue Wohnungen. Doch mittelfristig könnte es knapp werden, geeignete Baulücken oder ausbaubare Dachgeschosse zu finden. Daher visieren Planer nicht nur Brachen, sondern auch Freiraum am Stadtraum als Bauland an. Gemeinsam wollen die Stadt mit den Wohnungsunternehmen der Arbeitsgemeinschaft für mehr Wohnraum gesorgt.

Die Unternehmen seien vom Nutzen der Gemeinnützigkeit getragen, sagt Oberbürgermeister Ullrich Sierau zur guten Kooperation. "Wir haben mit den Unternehmen unglaubliches Glück in der Stadt." Dortmund sei eine der Städte, die "durchgebaut" haben, kontinuierlich auch öffentlich geförderten Wohnungsbau hat Dortmund betrieben. Wenn im November noch beim Land Fördermittel da seien, könne das Wohnungsbauamt immer noch Projekte melden, da es sich auf die Wohnungswirtschaft verlassen könne, die die Mittel abruft.

Dortmund ist attraktiv für Wohnungsbauer

"Dortmund hat sich immer attraktiver gemacht für Wohnungsbauer. Man kann langfristig planen, und wir haben es gemeinsam geschafft, über den Mietspiegel bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Die Mieten sind hier noch sehr moderat", lobt Franz-Bernd Große-Wilde, Vorstandsvorsitzender des Spar- und Bauvereins die Kooperation.
In Dortmund entstehen die Wohnungstypen, die nachgefragt sind, auch Wohnen im Alter. Die Stadt zeichne sich auch aus durch sehr gute Instrumente, die sehr strukturiertes Arbeiten möglich machen, "Wir haben profitiert von kleinräumlicher Quartiersanalyse, aber auch vom Masterplan Wohnen", sagt der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Wohnungsunternehmen.

Zwei Moderatoren eingestellt

Um in Zentrenlagen zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, hat die Stadt jetzt zwei Wohnungsbau-Moderatoren eingestellt. Sie suchen nach Erweiterungsmöglichkeiten und Nachverdichtungsformen, schauen, wie die Stadt kompakter bebaut werden kann.
"Das einen oder andere Projekt wird nach der Einarbeitung dann auch schneller laufen", so Planungsdezernent Ludger Wilde. Vor zehn Jahren habe Dortmund einen sehr unausgeglichener Wohnungsmarkt gehabt, hohe Leerstände und es gab kein Problem eine Wohnung zu finden.

In 10 Jahren um 17.000 Haushalte gewachsen

"Heute sind es 27.000 Bewohner und 17.000 Haushalte mehr in der Stadt und die Bauwirtschaft wurde um 50 Prozent hochgefahren" nennt Wilde Zahlen. 1.500 bis 1.600 Wohnungen werden jedes Jahr fertig gestellt. 2.000 pro Jahr will er erreichen. Der Stadtplaner rechnet mit steigenden Zahlen, da die Unternehmen noch Flächen im Bestand haben. "Doch darüber hinaus braucht man zusätzliche Flächen." Das Wohnbaumonitoring biete einen sehr guten Überblick über Potentiale. Auch Baulücken sind erfasst.

Potenzial für 8.000 Wohnungen

Derzeit verfüge die Stadt über ein Potenzial von rund 8.000 Wohnbaueinheiten.
Doch mittelfristig werde das deutlich weniger. "Wir wollen jedes Jahr entsprechende Flächen entwickeln. Einige müssen wir noch erwerben, aber da wollen wir dran", kündigte Ludger Wilde an auch Brachen und auch die eine oder andere Fläche am Stadtrand bebauen zu wollen. Schon heute werde kein einzelner Kindergarten, sondern drüber mit Mehrgenerationenwohnen gebaut und rare Flächen multifunktional genutzt. Ob Flächen für ein neues Wohnviertel geeignet sind, sei von der Nähe zu ÖPNV und der Infrastruktur abhängig, erst dann werde mit dem Eigentümer geredet.

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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